Innenminister besucht Landesfeuerwehrverbandsversammlung

17. Oktober 2011 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Feuerwehr - Katastrophenschutz | Drucken

Die Feuerwehrangehörigen im Land sollen auch künftig über eine zeitgemäße Kleidung verfügen, die den aktuellen Bedürfnissen entspricht. Damit sollen die Frauen und Männer weiterhin motiviert werden für ihr unverzichtbares Engagement im Dienst für die Gemeinschaft.“ Das sagte Innenminister Reinhold Gall am Samstag, 15. Oktober 2011, bei der Verbandsversammlung des Landesfeuerwehrverbands in Heidenheim.

Das neue Bekleidungskonzept sei ein gemeinsames Projekt von Innenministerium und Landesfeuerwehrverband. Die einzelnen Schritte würden erstmals detailliert auf der Homepage der Landesfeuerwehrschule veröffentlicht. „Jeder ist zur Mitarbeit aufgerufen. Das ist auch eine Art aktiver ‚Bürgerbeteiligung’“, betonte Gall. Die bisher eingereichten Vorschläge seien äußerst konstruktiv. Jeder Vorschlag werde von einer Arbeitsgruppe bewertet und die Bewertungen begründet. Die Uniform sollte in Schnitt und Funktion zeitgemäß gestaltet werden und – dem Trend und dem Bedarf bei den Feuerwehren folgend – weitere Dienstkleidungsstücke wie Cargo-Hosen, Blousonjacken, Shirts und Mützen auch im Sinne eines Corporate Design beinhalten.

Entgegen der allgemeinen Entwicklung seien die Personalzahlen von über 110.000 Aktiven im Land durchaus positiv. Diesen Trend langfristig zu sichern, gehöre zu den zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre. Das gelte umso mehr, da die Aufgaben und Anforderungen an die Feuerwehr in Zukunft weiter zunehmen werden. Deshalb sei es notwendig, verschiedene Schwerpunkte zu setzen, unter anderem die längere Mitarbeit der Feuerwehrangehörigen in den Einsatzabteilungen, die verstärkte Werbung bei bisher in den Feuerwehren unterrepräsentierten Bevölkerungsgruppen wie Migranten und vor allem auch die weitere Stärkung der Jugendfeuerwehren. Die Jugend sei der Schlüssel, um den Personalbestand auf Dauer zu sichern. Deshalb sei das Eintrittsalter in die Einsatzabteilungen von 18 auf 17 Jahre abgesenkt worden. Dieses Jahr soll dazu genutzt werden, einen optimalen Übergang von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung zu ermöglichen.

„Ein besonderes Anliegen ist es mir, die in die Altersabteilung übergetretenen Feuerwehrangehörigen besser in die tägliche Arbeit der Feuerwehr einzubinden. Sie könnten zum Beispiel bei der Brandschutzerziehung mitwirken, Verwaltungsarbeiten übernehmen oder bei der Gerätewartung unterstützen. Vorstellbar sind auch Bildungspatenschaften für Jugendliche aus der Jugendfeuerwehr“, sagte Gall. Damit werde der Personalbestand stabilisiert und die ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen in den Einsatzabteilungen entlastet. Darüber hinaus werde so sichergestellt, dass jahrelange Erfahrung und angeeignetes Wissen nicht verloren gingen. „Nicht umsonst haben viele Wirtschaftsunternehmen zwischenzeitlich den unersetzlichen Wert lebensälterer Mitarbeiter erkannt. Erfahrungswissen und Routine kompensieren auch in anderen Lebensbereichen altersbedingte Einschränkungen“, so der Innenminister.

Die zahlreichen Schnittstellen des Rettungsdienstes zum Katastrophenschutz und besonders zur Feuerwehr seien mittlerweile unter dem Dach des Innenministeriums zusammengeführt. Damit soll auch ein hohes und flächendeckendes Versorgungs- und Sicherheitsniveau in der Notfallrettung sichergestellt werden. Am Beispiel der Integrierten Leitstellen werde das besonders deutlich: Mit der zentralen Annahme feuerwehrspezifischer wie auch rettungsdienstlicher Notrufe unter der Notrufnummer 112 könne die Hilfe ohne zeitliche Verzögerung „in Marsch gesetzt“ werden. Zudem würden mit der Reduzierung der alarmierenden Stellen Übermittlungsfehlern und Verzögerungen vorgebeugt und vor allem die Einsatzunterstützung verbessert. „Die flächendeckende Integration der Leitstellen ist auf einem guten Weg und in fast allen Bereichen umgesetzt. Dort, wo der Prozess noch nicht abgeschlossen ist, appelliere ich an alle Verantwortlichen, in ihren Anstrengungen nicht nachzulassen und auch für Kompromisse offen zu sein. Schließlich stehen wir in gemeinsamer Verantwortung zum Schutz der Bürgerinnen und Bürger“, so Gall.

Die Feuerwehren in Baden-Württemberg seien gut aufgestellt. „Die Menschen im Land können sich auf die gut ausgebildeten und modern ausgerüsteten Frauen und Männer der Feuerwehr verlassen. Ihnen allen gilt mein besonderer Dank. Sie leisten tagtäglich einen wichtigen Beitrag, um die Sicherheit im Land zu garantieren“, sagte der Innenminister.

 

 

Quelle: Innenministerium Baden-Württemberg

 

 

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