Bundesinnenminister Friedrich verleiht „XY-Preis – Gemeinsam gegen das Verbrechen“

17. Oktober 2011 | Themenbereich: BMI | Drucken

Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich hat heute in Berlin Bürger für vorbildliche Leistungen im Kampf gegen das Verbrechen ausgezeichnet:

Herrn Georg Baur, einen jungen Mann aus Bayern, der Ostern 2011 auf einem Berliner U-Bahnhof beherzt und mutig eingriff, als zwei stark angetrunkene Männer einen 29-Jährigen niederschlugen und anschließend auf den bewusstlos am Boden Liegenden eintraten. Herr Baur hat dem Opfer durch sein Eingreifen vermutlich das Leben gerettet.

Herrn Jörg Hufmann aus Oberhausen, der durch besondere Aufmerksamkeit den Versuch einer Vergewaltigung entdeckte und durch sein entschlossenes Eingreifen eine junge Frau vor der Vergewaltigung bewahrte.

Herrn Miroslaw Strecker aus Calau, der mit Umsicht und Beharrlichkeit einen gewerbsmäßigen Betrug aufgedeckt hat, nachdem die Betrüger bereits 150 Tonnen Fleisch, das nicht für den menschlichen Verzehr geeignet war, zur Lebensmittelherstellung verkauft hatten.

 

Herrn Marcel Gleffe, der mit einem Sonderpreis ausgezeichnet wurde stellvertretend für alle Helfer, die mutig und entschlossen bei dem Massaker auf der norwegischen Insel Utøya im Juli 2011 zahlreiche Menschen vor dem Tod bewahrten, nachdem diese auf der  Flucht vor dem Attentäter in das eiskalte Wasser gesprungen waren.

„“Es ist mir eine besondere Ehre, als Schirmherr des XY-Preises Mitbürgerinnen und Mitbürger auszuzeichnen, die sich auf besonders couragierte Weise gegen Kriminalität und für andere Menschen eingesetzt haben““, sagte Bundesinnenminister Friedrich anlässlich der Preisverleihung. Und er betonte: „“Das Vorbildliche im Verhalten der Preisträger liegt darin, dass sie nicht nur eine gefährliche Situation als solche erkannt, sondern – und das ist das Entscheidende – dass sie in der Situation umsichtig und entschlossen gehandelt haben.““ Schließlich verband er den Dank an die Preisträger mit der Hoffnung, dass sie zum Vorbild für viele Mitbürgerinnen und Mitbürger werden.

Reinhold Elschott, stellvertretender Programmdirektor des ZDF, erklärte: „“In einer Zeit zunehmender Vereinzelung ist alles wichtig, was Gemeinsamkeit stiftet. Und genau dies tut der XY-Preis: Er zeichnet Menschen aus, die sich mutig und couragiert für ihre Mitmenschen eingesetzt haben.““

Der „XY-Preis – Gemeinsam gegen das Verbrechen“ wurde 2002 vom ZDF und der Securitel ins Leben gerufen und steht seitdem unter der Schirmherrschaft des Bundesinnenministers. Die drei mit jeweils 10.000 Euro dotierten Auszeichnungen für couragiertes Handeln gegen das Verbrechen erhalten drei Einzelpersonen oder Gruppen, die sich in vorbildlicher Weise für das Leben, die Gesundheit oder das Eigentum von Mitbürgern eingesetzt haben. Das Preisgeld hat in diesem Jahr die Kaspersky Labs GmbH zur Verfügung gestellt. Bislang sind mit dem XY-Preis 44 Menschen geehrt worden, die durch ihr verantwortungsbewusstes und mutiges Handeln Verbrechen verhindert, hilflose Opfer unterstützt oder dazu beigetragen haben, Verbrechen aufzuklären.

Auch 2011 haben Zuschauer der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY…ungelöst“, aber auch Angehörige oder Freunde von Opfern preiswürdige Personen zur Auszeichnung vorgeschlagen. Zudem unterstützen die Polizeidienststellen die XY-Redaktion mit wertvollen Hinweisen. Aus mehr als 100 Vorschlägen ermittelte eine fachkundige Jury die diesjährigen Preisträger.

Durch das Programm der heutigen Veranstaltung führte Rudi Cerne. In dessen Sendereihe „Aktenzeichen XY … ungelöst“ werden am Mittwoch, 9. November 2011, 20.15 Uhr, die Preisträger 2011 und ihre vorbildlichen Taten den Zuschauern live vorgestellt.

 

Quelle: BMI

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