„Prävention statt Repression – mehr Sicherheit für unsere Kinder!“

14. Oktober 2011 | Themenbereich: Bayern, Justiz | Drucken

Nach einem Jahr des Projekts „Kein-Täter-werden-Bayern“ in Regensburg ist es Zeit, Bilanz zu ziehen. Das von der Justizministerin und dem Leiter der Abteilung für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Regensburg, Herrn Prof. Dr. Michael Osterheider, initiierte Projekt bietet Behandlungsmöglichkeiten für Männer an, die ihre pädophilen Neigungen erkennen, keine Übergriffe auf Kinder begehen wollen und deshalb Hilfe suchen. Sie können sich in der Einrichtung unter dem Schutz der ärztlichen Schweigepflicht beraten und therapieren lassen.

Bei der heutigen Beiratssitzung in Regensburg sagte Merk: „Das von meinem Haus finanzierte Projekt ist eminent wichtig. Wenn pädophile Männer therapeutische Hilfe suchen, damit sie nicht zu Tätern werden, stoßen sie oft auf Ablehnung und Unwissenheit. Therapieangebote mit erfahrenen und qualifizierten Therapeuten stehen ihnen kaum zur Verfügung. Das Missbrauchspräventionsprojekt bietet hier die große Chance, potentielle Täter vor der Tat zu erreichen und dadurch sexuelle Übergriffe auf Kinder zu verhindern.“

Die Ministerin weiter: „Die Einrichtung kann schon nach kurzer Zeit eine beeindruckende Erfolgsbilanz vorweisen: Bereits über 80 Personen haben sich bei der Ambulanz informiert und ca. 20 Männer werden derzeit in Einzel- oder Gruppentherapien behandelt.“

Merk abschließend: „Herr Prof. Osterheider und sein Team leisten hervorragende Arbeit! Wenn das bis Mitte 2013 befristete Projekt weiterhin so erfolgreich verläuft, werde ich mich mit dafür einsetzen, dass es langfristig fortgeführt werden kann. Es ist entscheidend, Kindesmissbrauch schon im Vorfeld zu verhindern. Denn eine einmal begangene Tat kann nicht mehr ungeschehen gemacht werden! Die Opfer leiden ein Leben lang!“

 

 

 

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