Lokales Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus

10. Oktober 2011 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Saarland | Drucken

Um effektive Strategien gegen Rechtsextremismus zu entwickeln, hat das Ministerium für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport eine Beratungsstelle eingerichtet. Ministerin Monika Bachmann lobt die engagierte Arbeit des Beratungsnetzwerkes gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus im Saarland.

„Wir dürfen nicht zulassen, dass Menschen mit Migrationshintergrund aufgrund ihrer Herkunft beschimpft und beleidigt werden, dass ein Friedhof geschändet wird, Zeitschriften mit rechtsextremistischen Inhalten verkauft werden oder Homosexuellen Gewalt angedroht wird“, sagt Monika Bachmann, „das Beratungsnetzwerk leistet eine engagierte und vorbildliche Arbeit Maßnahmen für ziviles Engagement, demokratisches Verhalten und den Einsatz für Vielfalt und Toleranz durchzuführen und nachhaltig zu fördern.“ Dabei bestehe nicht nur die Absicht, den Auswirkungen rechtsextremistischer Taten und den Tendenzen der Täter zu begegnen, sondern mit der Beratungsstelle für Opfer von Diskriminierung und rechter Gewalt werde der Focus auch auf das Interesse und den Schutz der Opfer gelenkt.

Die Beratungsstelle wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und ist Teil des Bundesprogramms „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“. Mit dieser Stelle ist ein schneller Zugang zum saarländischen Netzwerk gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus gewährleistet, dem die verschiedenen Behörden, Verbände und Organisationen angehören. Auch diese Netzwerkarbeit wird über das Bundesprogramm gefördert. Das Bundesministerium gewährt dem Saarland für den Zeitraum von 2011 bis 2013 für diese Arbeit jährlich 250.000 Euro. Die Restkosten werden durch das saarländische Arbeitsministerium mit 50.000 Euro pro Jahr getragen. Durch die Zuwendung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist es möglich, in allen saarländischen Landkreisen und dem Regionalverband Saarbrücken örtliche Netzwerke zu etablieren.

In den Beratungsnetzwerken arbeiten Akteure mit den unterschiedlichen beruflichen Ausrichtungen und Tätigkeiten unter fachlicher Anleitung des Adolf-Bender-Zentrums und gegebenenfalls der Beratungsstelle für Opfer von Diskriminierung und rechter Gewalt zusammen. Anlassbezogen können Kommunen, Institutionen aber auch Einzelbürger, Multiplikatoren und Betroffene bei allen Fragen rund um rechtsextreme Vorfälle unterstützt werden. Ergänzt wird das Beratungsnetzwerk durch ein Modellprojekt und präventive Maßnahmen gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus. Die Landkreise Saarlouis und Neunkirchen, der Regionalverband Saarbrücken und die Landeshauptstadt Saarbrücken haben sich am Bundesprogramm „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“ beworben und vervollständigen mit ihren präventiven Maßnahmen die Interventionen des Beratungsnetzwerkes. Das Ministerium für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport übernimmt die Abstimmungs- und Steuerungsfunktion.

 

 

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