Bundesinnenminister Friedrich eröffnet Polizeiakademie in Mazar-e-Sharif

10. Oktober 2011 | Themenbereich: Aktuell | Drucken

Im Rahmen seines seit Sonntag stattfindenden Besuchs in Afghanistan hat Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich die Polizeiakademie-Außenstelle in Mazar-e-Sharif eingeweiht. Mit der Eröffnung der Außenstelle der Akademie können ab sofort bis zu 600 Polizeiunteroffiziere in eigens konzipierten Lehrgängen unterrichtet werden.

In Kürze werden bis zu 70 afghanische Trainer an dieser Polizeischule eingesetzt. Deutsche Polizisten werden dabei den afghanischen Lehrern, nach dem bewährten Vorbild der Polizeiakademie in Kabul, beratend zur Seite stehen.

„Auch dieser Neubau unterstreicht sichtbar das deutsche Engagement beim Polizeiaufbau in Afghanistan, das auf eine erfolgreiche und langjährige Zusammenarbeit zurückblicken kann“, erklärte Dr. Friedrich im Beisein des Vize-Innenministers Mirza Yarmand und des deutschen Botschafters Rüdiger König sowie der regionalen Polizei-und Sicherheitsverantwortlichen.

Deutschland habe sich mit seinem erfolgreichen Engagement seit 2002 auf den Norden des Landes konzentriert und insbesondere im Bereich der Aus- und Fortbildung der afghanischen Polizisten in den Polizeitrainingszentren Kunduz, Feyzabad sowie Mazar-e-Sharif eingebracht.

Weiter führte der Bundesinnenminister aus: „Gemeinsam mit anderen Nationen und Ressorts beteiligen wir uns am zivilen Wiederaufbau in Afghanistan. Wenn Afghanistan ab 2014 die Verantwortung im eigenen Land übernehmen soll, ist die Gewährleistung der Sicherheit für die Bevölkerung die wichtigste Voraussetzung. Das kann nur durch den Aufbau stabiler Sicherheitsstrukturen sowie einer an rechtsstaatlichen Grundsätzen ausgerichteten Polizei und Justiz gelingen.Das wesentliche Ziel unseres Engagements in Afghanistan ist deshalb, den Aufbau und die Stärkung dieser Sicherheitsstrukturen zu unterstützen. Eine daraus folgende Stabilität ist die Grundlage für eine wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung.Die Übergabe der Sicherheitsverantwortung in afghanische Hände und der damit im Zusammenhang stehende Aufwuchs der afghanischen Nationalpolizei auf eine Stärke von 157.000 bis November 2012 erfordern eine Intensivierung der Aus- und Fortbildung der internationalen Staatengemeinschaft. Wir unterstützen diesen Aufwuchs durch die Verdopplung der Trainingskapazitäten in den deutschen Polizeitrainingszentren von derzeit 760 auf über 1.600 Ausbildungsplätze, bevor wir nach einem festgelegten Zeitplan, Schritt für Schritt, die Verantwortung übergeben.Unseren Polizeibeamten gilt für ihr Engagement der Dank meiner Kolleginnen und Kollegen aus den Ländern und von mir persönlich.“

Minister Friedrich betonte zudem, dass auch künftig die Sicherheit der eingesetzten deutschen Polizeiexperten oberste Priorität genieße. Deutschland beteiligt sich mit bis zu 200 Polizistinnen und Polizisten aus Bund und Ländern im deutschen bilateralen Polizeiprojekt (GPPT) am Polizeiaufbau in Afghanistan. Weitere bis zu 50 deutsche Polizistinnen und Polizisten sowie zivile Experten sind darüber hinaus bei der EUPOL Mission Afghanistan eingesetzt.

Bis heute haben allein die deutschen Polizisten rund 42.000 afghanische Polizisten qualifiziert. Darüber hinaus unterstützt Deutschland die afghanische Polizei durch Ausstattungshilfe und mit Infrastrukturprojekten.

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