Pkw-Maut: CSU beherrscht die Grundrechenarten nicht

7. Oktober 2011 | Themenbereich: Verkehr | Drucken

Zu den Plänen der CSU, eine Pkw-Maut einzuführen, erklärt Stephan Kühn, Sprecher für Verkehrspolitik:  Die CSU will eine Pkw-Maut einführen und poltert nach alter Stammtischmanier, dass auch ausländische Autofahrer an den Kosten für die Fernstraßen beteiligt werden müssten. Doch bei einer Vignettenlösung in Höhe von rund 80 Euro würden nach internen Berechnungen des Bundesverkehrsministeriums ausländische Pkw-Fahrer gerade einmal 253 Millionen Euro zahlen. Damit ließen sich nicht einmal die Erhebungskosten für das Mautsystem decken. Hingegen würden die inländischen Kraftfahrer mit 3,16 Milliarden Euro zur Kasse gebeten. Würde das komplett über die Kfz-Steuer kompensiert werden, würde die Pkw-Maut sogar zu einem Minusgeschäft für den Staat und es gäbe keinen zusätzlichen Euro für die Verkehrsinfrastruktur.

Die CSU spielt hier mit gezinkten Karten. Besonders unglaubwürdig ist die CSU-Aussage, dass deutsche Autofahrer nicht zusätzlich belastet würden und mit einer Entlastung bei der Kfz-Steuer rechnen könnten. Entweder beherrscht die CSU die Grundrechenarten nicht oder sie verschleiert in diesem Punkt bewusst die Wahrheit und macht haltlose Versprechen.

Der CSU-Vorschlag zur Pkw Maut ist zudem ökologisch kontraproduktiv und sozial ungerecht: Der Vielfahrer mit dem Spritschlucker zahlt genau so viel wie der Fahrer eines kleineren verbrauchsärmeren Auto, der nur selten fährt.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.