Blitz für Kids 2011

7. Oktober 2011 | Themenbereich: Sachsen, Verkehr | Drucken

In den vergangenen zwei Wochen fand die nun schon traditionelle gemeinsame Verkehrssicherheitsaktion „Blitz für Kids“ der sächsischen Polizei und des ADAC Sachsen e. V. statt.

 

Die Schulkinder der vierten Klassen bedankten sich in der ersten Woche der Aktion (19. bis 23. September 2011) bei den Autofahrern, die die vorgeschriebene Geschwindigkeit vor den Schulen einhielten. Diejenigen Fahrzeugführer, die gegen die Verkehrsvorschriften verstießen, wurden von den Schulkindern zur Rede gestellt. Die beteiligten Kinder waren mit großer Begeisterung dabei und lösten mit ihren Fragen, wie „Haben Sie selbst Kinder, die schon einmal in einen Unfall verwickelt waren?“, „Wieso fahren Sie so schnell, Sie wissen doch dass hier eine Schule ist und die Kinder über die Straße müssen.“ bei so manchem Autofahrer Betroffenheit aus.

In der zweiten Woche (26. bis 30. September 2011) wurde an denselben Stellen nochmals ohne Beteiligung der Schulkinder kontrolliert.

Innenminister Markus Ulbig: „Die Sicherheit unserer Kinder ist uns wichtig. Die Ergebnisse zeigen, dass die Aktion Wirkung entfaltete. Dennoch gibt es immer wieder unverbesserliche Kraftfahrer, die ihr Fahrverhalten nicht anpassen. Das zeigt wie wichtig solche Kontrollen gerade vor Schulen weiterhin sind.“

Im Gesamtzeitraum wurden insgesamt 29.774 Fahrzeuge gemessen. Davon überschritten 1.184 (4,0 %) die Geschwindigkeit. Das bedeutet, dass etwa jeder 25. Kraftfahrer in den gefährdeten Bereichen zu schnell fuhr und damit die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr erheblich gefährdete.

Im Vorjahr fuhr noch etwa jeder 13. in diesen Bereichen zu schnell.

Die höchste gemessene Geschwindigkeitsüberschreitung betrug in diesem Jahr 57 km/h. Dieser Fahrzeugführer hätte sein Auto nicht mehr rechtzeitig vor einem auf die Straße laufenden Kind zum Stehen gebracht. Die Sanktion besteht aus 4 Punkten, einem zweimonatigen Fahrverbot und 280 € Bußgeld.

Die sächsische Polizei und der ADAC Sachsen weisen nochmals eindringlich darauf hin, dass Kinder nicht nur auf dem Weg zur Schule und nach Hause, sondern insbesondere auch im Freizeitbereich durch den Straßenverkehr gefährdet sind.

Insofern lässt sich die Sicherheit der Kinder im Straßenverkehr nur durch das Verantwortungsbewusstsein, die ständige Aufmerksamkeit sowie die besondere Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer gegenüber Kindern erhöhen.

Auch außerhalb dieser Aktion wird die Polizei im Rahmen ihres täglichen Dienstes ein besonderes Augenmerk auf die Bereiche im Straßenverkehr richten, in denen Kinder besonders gefährdet sind.

 

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