Justizvollzug in Niedersachsen ist sicher

5. Oktober 2011 | Themenbereich: Niedersachsen, Strafvollzug | Drucken

Zwei Untersuchungsgefangene in der Abteilung Stade der Justizvollzugsanstalt (JVA) Uelzen sind am langen Wochenende vor dem Tag der deutschen Einheit mit einem Ausbruchsversuch gescheitert. Sie hatten versucht im Nassbereich eines Haftraums zunächst die Decke, dann die Außenwand zu durchbrechen. Das hat das Niedersächsische Justizministerium am Mittwoch (5. Oktober 2011) in Hannover mitgeteilt.

 

Mit einem abgebrochenen Tischbein, dem Riegel des Holzschranks und ihrem Essbesteck hatten die Untersuchungshäftlinge den Putz von der Raumdecke entfernt , den Mörtel aus den Fugen gekratzt und einige Steine aus der Decke genommen. Ein Durchbruch hätte ihnen Zugang zu dem darüber liegenden Schwurgerichtssaal des Landgerichts Stade verschafft. Zwar sei der Gerichtssaal verschlossen, wenn dort keine Verhandlung stattfinde. Gleichwohl hätte die Möglichkeit bestanden, die Tür aufzubrechen und durch ein ungesichertes Fenster in die Freiheit zu gelangen. Nicht gerechnet hatten die Gefangenen allerdings mit dem neu gefertigten und mit Eisen bewehrten Betonfußboden des Schwurgerichtssaals, der all ihren Bemühungen ein Ende setzte.

Auch der zweite Versuch, über einen Durchbruch in der Außenwand auf den Hof der Staatsanwaltschaft und von dort in die Freiheit zu gelangen, scheiterte. Als Bedienstete der Station auf die ungewöhnliche Geräuschentwicklung aus dem Haftraum aufmerksam wurden, wären noch gut 40 Zentimeter Mauer zu überwinden gewesen. Die beiden Untersuchungsgefangenen wurden getrennt von einander in einer anderen JVA untergebracht. Gegen sie wurde Strafantrag wegen der Beschädigung des Haftraums in der Abteilung Stade gestellt.

Justizminister Bernd Busemann dankte den Bediensteten in Stade für ihre Umsicht und Aufmerksamkeit. „Seit April 2008 ist keinem Gefangenen mehr ein erfolgreicher Ausbruch aus einer niedersächsischen JVA gelungen. Das spricht für die Sicherheit unseres Vollzugs, für das Personal, die Sicherheitstechnik und den baulichen Zustand unserer Einrichtungen“, so Busemann abschließend.

 

 

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