45 neue Fahrzeuge des Katastrophenschutzes für Feuerwehr und Hilfsorganisationen

1. Oktober 2011 | Themenbereich: Bayern, Feuerwehr - Katastrophenschutz | Drucken

Innenminister Joachim Herrmann hat bei einer Veranstaltung zum “Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit 2011“ die Bedeutung des Ehrenamtes und die Notwendigkeit optimaler Rahmenbedingungen für die Ehrenamtlichen unterstrichen: „Den Wert des Ehrenamtes für unsere Gesellschaft kann man nicht hoch genug einschätzen. Gerade beim Schutz der Bevölkerung können wir uns auf die flächendeckende Hilfe unserer engagierten und leistungsstarken Ehrenamtlichen bei Feuerwehren, Hilfsorganisationen und Technischem Hilfswerk verlassen.“ Aufgabe des Staates sei es, die Leistungsfähigkeit und Motivation der Ehrenamtlichen durch optimale Rahmenbedingungen und eine bestmögliche Ausstattung zu unterstützen. Der Freistaat Bayern unternehme hier große finanzielle Anstrengungen. Ein mit dem Doppelhaushalt 2009/2010 für zehn Jahre aufgelegtes Investitions- und Beschaffungsprogramm sehe im Katastrophenschutz ein Volumen von 40 Millionen vor. Herrmann: „Die 45 neuen Fahrzeuge, die ich heute an unsere Feuerwehren und Hilfsorganisationen übergebe, stellen mit 2,9 Millionen Euro die größte Einzelinvestition der letzten Jahrzehnte im Katastrophenschutz dar.“

Bei den 45 neuen Fahrzeugen für den Katastrophenschutz handelt es sich zum einen um 38 Mannschaftstransportwagen für den Arbeiter-Samariter-Bund, das Bayerische Rote Kreuz, die Johanniter-Unfall-Hilfe und den Malteserhilfsdienst. Sie sind für die Schnelleinsatzgruppen der Hilfsorganisationen im Betreuungsbereich und sollen im Bedarfsfall schnellstmöglich Helfer zur Einsatzstelle bringen. Zum anderen werden an die Feuerwehren sieben Gerätewagen Strahlenschutz übergeben. Mit ihrer umfangreichen Mess- und Schutzausstattung sind sie bei Unfällen mit ionisierender Strahlung äußerst wertvoll und nehmen vor allem wichtige Aufgaben der Dekontamination wahr.

Innenminister Herrmann betonte, dass Bayern gegenwärtig bei den Ehrenamtlichen noch keine größeren Nachwuchsprobleme habe. So gebe es in Bayern bei der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr rund 450.000 Ehrenamtliche – eine Quote, die kein anderes Bundesland vorzuweisen habe. Herrmann: „Wir dürfen aber nicht verkennen, dass insbesondere der demografische und gesellschaftliche Wandel auf absehbare Zeit dazu führen werden, dass die Nachwuchsgewinnung immer schwieriger wird. Deshalb müssen wir für die ehrenamtliche Tätigkeit werben. Die europaweite Initiative zum “Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit“ ist hier ein wichtiger Beitrag.“

Eine klare Absage erteilte Herrmann allerdings Bestrebungen bei der Europäischen Union, den Katastrophenschutz zu europäisieren: „Ich bin ein leidenschaftlicher Verfechter des Föderalismus im Katastrophenschutz. Eigene Einheiten der EU lehne ich strikt ab. Ich bin froh, dass die EU-Kommission hier inzwischen grundsätzlich die Zuständigkeit der nationalen Regierungen anerkannt hat.“ Auf Herrmanns Einladung werde Ende November die für den Katastrophenschutz zuständige EU-Kommissarin Kristalina Georgieva nach München kommen. Auch hierbei werde Herrmann deutlich machen, dass sich der deutsche und speziell der bayerische Weg im Katastrophenschutz bewährt habe.

 

Abschließend dankte Herrmann den ehrenamtlichen Einsatzkräften für ihr vorbildliches und unermüdliches Engagement. Der Innenminister: „Allen Ehrenamtlichen sage ich heute: Wir brauchen Sie! Für ihr ehrenamtliches Engagement, bei dem sie nicht nur ihre Freizeit opfern, sondern in besonderen Situationen ihre eigene Gesundheit und ihr eigenes Leben aufs Spiel setzen, sage ich Ihnen meinen herzlichen Dank. Was sie Tag ein Tag aus für das Gemeinwohl leisten, ist unbezahlbar und verdient höchste Anerkennung!“

 

 

 

 

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