UNO soll Pirateriebekämpfung koordinieren

29. September 2011 | Themenbereich: FdP, Parteien | Drucken

Anlässlich des Weltschifffahrtstages erklärt der Experte für Schifffahrt und Häfen der FDP-Bundestagsfraktion Torsten STAFFELDT:  Die UNO sollte bei der Abwehr von Piraten eine koordinierende Rolle übernehmen. Piratenangriffe – besonders am Horn von Afrika – sind das dringlichste Problem der Weltschifffahrt. Um die Sicherheit der Seewege und den Schutz der Seeleute dauerhaft zu garantieren, ist mehr internationale Zusammenarbeit notwendig.

Die NATO, die EU und einzelne Staaten setzen Marinekräfte zur Pirateriebekämpfung ein. Die unter Beteiligung der deutschen Marine durchgeführte europäische ATALANTA-Mission gewährleistet erfolgreich die Sicherheit des Welternährungsprogramms für Somalia. Und es gibt auch Erfolge in der Piratenabwehr. Dennoch ist die Anzahl der gekaperten Schiffe hoch: Laut Bundespolizei wurden im ersten Halbjahr 2011 weltweit 29 Schiffe und 508 Seeleute entführt. Schiffe deutscher Reedereien waren in 33 Piratenvorfälle verwickelt. Diese Zahlen zeigen: Deutsche Schiffe gehören zu den „Lieblingszielen“ der Piraten. Die bisherigen Anstrengungen in der Pirateriebekämpfung sind noch nicht ausreichend.

Der vom Maritimen Koordinator der Bundesregierung, Hans-Joachim Otto (FDP), angeregte Einsatz von privaten Sicherheitskräften an Bord ist ein Schritt hin zu mehr Sicherheit. Diese Maßnahme wirkt vor allem abschreckend. Flankierend dazu könnte die UNO als „Koordinierungszentrale“ die einzelnen Einsätze bündeln. Um dadurch die Schlagkraft der verschiedenen Flottenverbände zu erhöhen.

 

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.