Geräte zur Aufdeckung von biologischen Gefahren

28. September 2011 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), das Robert-Koch-Institut (RKI) und Vertreter von Polizei und Feuerwehren haben drei Tage lang den Einsatz von Geräten zur Bewältigung biologischer Gefahrenlagen in der Praxis erprobt. Hierzu zählen beispielsweise Erreger potenzieller tödlicher Krankheiten wie Milzbrand oder Erkrankungen durch biologische Toxine wie Rizin und Botulinum Toxin.

Das BBK hatte die Vollübung vom 16. bis 18. September zum Abschluss des Projektes BiGRUDI an der BBK-eigenen Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) in Ahrweiler ausgerichtet. BiGRUDI steht für „Biologische Gefahrenlagen: Risikobewertung, ultraschnelle Detektion und Identifizierung von biologischen Agenzien“. Das Forschungsprojekt läuft seit 2008 und dient der Entwicklung von schnellen und verlässlichen Methoden zum Nachweis biologischer Agenzien (Mikroorganismen wie Bakterien, Viren, Pilze oder Toxine) im Feld und führt Wissenschaft, Industrie und Anwender zusammen.

Die an der Übung beteiligten Einsatzkräfte stammen aus den Analytischen Task Forces Hamburg, Berlin und Mannheim und dem RKI. Ziel der Übung war es, die im Rahmen von BiGRUDI weiterentwickelten Geräte hinsichtlich ihrer Handhabbarkeit unter realitätsnahen Bedingungen zu untersuchen und auch ihre Anforderungen an die Einsatzkräfte (Taktik und Logistik) zu prüfen. In zwei fiktiven biologischen Szenarien mussten die Einsatzkräfte unterschiedliche Einsatzstrategien anwenden. Im ersten Szenario bestand ihre Aufgabe darin, ein verdächtiges Paket in einer Postsortierstation zu finden, im zweiten Szenario mussten sie ein verdächtiges Labor untersuchen.

In den Szenarien kamen alle im Vorhaben weiterentwickelten Geräte erfolgreich zum Einsatz. Alle positiven Proben konnten mit den Geräten unter den gegebenen Einsatzbedingungen nachgewiesen werden. Die Übung zeigte eindeutig, welche Anforderungen, die die Einsatzkräfte und die Einsatztaktik an sie stellen, von den Geräten erfüllt werden.

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