Pirateriebekämpfung: DPolG mahnt zur Eile

27. September 2011 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat die Ankündigung der Bundesregierung begrüßt, bewaffnete Schutzteams privater Sicherheitsunternehmen zur Abwehr von Piratenangriffen auf deutschen Handelsschiffen zuzulassen.

Dies ist die konsequente Reaktion auf zunehmende Attacken, die das Leben der Schiffsbesatzungen und erhebliche Interessen Deutschlands bedrohen, sagte der DPolG-Vorsitzende Rainer Wendt am Rande einer Fachtagung zur Pirateriebekämpfung in Berlin.

Der DPolG-Vorsitzende mahnt die Bundesregierung zur Eile: „Wenn in einigen Wochen der Monsun endet, beginnt vor Somalia die „Piratensaison“, dann brauchen unsere Handelsschiffe bewaffneten Schutz. Es gibt schon jetzt private Unternehmen, die die Bundespolizei unter die Lupe nehmen und auf Zuverlässigkeit prüfen kann, das muss rasch geschehen. Die deutschen Reeder können keine jahrelangen Diskussionen in der Koalition abwarten, ihre Mitarbeiter müssen jetzt beschützt werden“.

Wir erwarten außerdem eine Gesamtstrategie zur Pirateriebekämpfung, die einem ganzheitlichen Ansatz folgen muss. Informationssammlung und -verarbeitung, Beratungsangebote, Prävention und Strafverfolgung müssen in der Bundespolizei als nationalem Ansprechpartner gebündelt werden.

Außerdem müssen Haftungsfragen für die Sicherheitsunternehmen geklärt und die Kapitäne vor Straf- und zivilrechtlicher Verfolgung geschützt werden.

 

 

 

 

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