Internationale Polizeihilfe für Einsatzländer unverzichtbar

22. September 2011 | Themenbereich: Brandenburg | Drucken

Brandenburg wird sich auch künftig an internationalen Polizeimissionen beteiligen. Das hat Innenminister Dietmar Woidke am (heutigen) Donnerstag bei einem Empfang für neun Brandenburger Polizisten bekräftigt, die von Auslandseinsätzen zurückgekehrt sind. „Fragen von Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit sowie der Aufbau einer neuen Polizei sind für Staaten auf dem Weg in die Demokratie lebenswichtig. Internationale Hilfe ist dabei unverzichtbar. Die Polizei des Landes wird hierbei weiterhin einen Beitrag leisten“, erklärte Woidke. Er erinnerte daran, dass Brandenburg bereits seit 1994 mit Polizisten internationale Friedensmissionen unterstützt und dazu bisher über 80 Polizeibeamte ins Ausland entsandte. Zu den Einsatzländern gehörten unter anderem Afghanistan, Bosnien-Herzegowina, das Kosovo und Mazedonien.

Beim heutigen Empfang dankte der Innenminister den drei Beamtinnen und sechs Beamten für ihren „engagierten Dienst fern der Heimat“. Der Einsatz unter ungewohnten, oftmals schwierigen Bedingungen verdiene Respekt und Anerkennung. „Was Sie vor Ort geleistet haben, war und ist für die Kollegen dort eine wertvolle Hilfe. Dank solcher Einsätze hat Brandenburgs Polizei auch in anderen Ländern einen guten Ruf“ hob Woidke hervor. Die Beamten unterstützten die Polizei im Kosovo und in Bosnien-Herzegowina. Ein Beamter gehörte seit Februar vergangenen Jahres zu EUPOL, der Europäischen Polizeimission in Afghanistan, ein weiterer Beamter war als Personenschützer bei der deutschen Botschaft im Jemen eingesetzt.

Brandenburg kann derzeit auf einen Personalpool von 69 Polizeiangehörigen zurückgreifen, die sich grundsätzlich zur Teilnahme an internationalen Missionen bereit erklärt haben. Der Auslandseinsatz Brandenburger Polizisten erfolgt in jedem Fall auf freiwilliger Basis, wobei die Beamten laut Woidke stets auch auf die Fürsorgepflicht des Dienstherren vertrauen können. Dazu gehörten die Sicherheit der Beamten und die Wirksamkeit der Hilfe vor Ort. „Was Afghanistan betrifft, sind da für mich nach wie vor wichtige Fragen offen“, sagte Woidke. Deshalb bleibe es dabei, derzeit keine weiteren Beamten der Landespolizei nach Afghanistan zu entsenden.

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