Ausbildungsbedingungen für rund 1200 Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare verbessert

21. September 2011 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Justiz | Drucken

Baden-Württemberg ist das einzige Bundesland, in dem Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendaren des Landes nun während des gesamten Vorbereitungsdienstes kostenlos das Angebot eines juristischen Informationssystems zur Verfügung steht. Grundlage dafür ist eine entsprechende Vereinbarung, die zwischen dem Land und der juris GmbH geschlossen wurde. „Die rund 1200 Referendarinnen und Referendare haben damit die Möglichkeit, ein großes Angebot an Vorschriften, Rechtsprechung, Zeitschriften und Kommentaren jederzeit online zu nutzen“, sagte Justizminister Rainer Stickelberger an diesem Mittwoch (21. September 2011) in Stuttgart: „Damit sorgen wir einmal mehr für ausgezeichnete Ausbildungsbedingungen in der Justiz.“

Zuvor war mit ELAN-REF bereits ein elektronisches Lernprogramm für die fünfmonatige Zivil- und die dreieinhalbmonatige Strafstation des Vorbereitungsdienstes eingeführt worden, was ebenfalls bundesweit einmalig ist. Auf diese Weise soll den Referendarinnen und Referendaren der Einstieg in die praktische Arbeit erleichtert werden. Die dreieinhalb Monate währende Verwaltungsstation wurde um Ausbildungsstellen in den Europäischen Institutionen und an den Sozialgerichten erweitert. Für die Wahlstation (drei Monate) während des Vorbereitungsdienstes gibt es erstmals einen strafrechtlichen Schwerpunktbereich, der das Jugendstrafrecht, die Strafvollstreckung und den Justizvollzug zum Gegenstand hat.

Zudem wurde das Angebot der Oberlandesgerichte Karlsruhe und Stuttgart ausgeweitet, das den Erwerb von Zusatzqualifikationen beispielsweise in Seminaren über Mediation, Rhetorik oder in fachspezifischen Fremdsprachenkursen ermöglicht. Um die Ausbildung auf die wesentlichen Ziele zu konzentrieren und die Prüfungsvorbereitung zu erleichtern, wurde der Prüfungskatalog für die Zweite juristische Staatsprüfung gestrafft. Schließlich ist es ab Juni 2012 den Referendarinnen und Referendaren im schriftlichen Teil der Zweiten juristischen Staatsprüfung gestattet, Kommentare als Hilfsmittel zu nutzen.

 

„Es sind viele scheinbar kleine Maßnahmen, die aber die Attraktivität des juristischen Vorbereitungsdienstes in Baden-Württemberg in großem Umfang erhöhen“, sagte der Justizminister.

 

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