Innenminister würdigt „25 Jahre Frauen in der Landespolizei“

19. September 2011 | Themenbereich: Polizei, Schleswig-Holstein | Drucken

„“Frauen tun der Landespolizei gut und wir tun gut daran, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für unsere Kolleginnen und Kollegen noch zukunftssicherer zu gestalten““, sagte Innenminister Klaus Schlie am Sonntag (18. September) in Eutin (Kreis Ostholstein). Schlie sprach vor 170 jungen Polizeibeamtinnen und -beamten, die im Rahmen eines „“Tages der offenen Tür““ auf dem Gelände der Polizeidirektion für Aus- und Fortbildung und für die Bereitschaftspolizei (PD AFB) auf der Hubertushöhe in Eutin ihren Diensteid ablegten. Unter den Dienstanfängern waren 50 Frauen und 120 Männer.

Minister Schlie appellierte an die jungen Dienstanfängerinnen und Dienstanfänger, sich stets ihrer besonderen Verantwortung für die freiheitlich-demokratische Grundordnung und die Rechte der Bürgerinnen und Bürger bewusst zu sein. Sie sind das oberste Gut, das es zu schützen gilt. Der Minister erteilte dem in den Medien geprägten Bild des Einzelkämpfers in der Polizei eine klare Absage. Polizeiarbeit ist Teamarbeit und das „“Sich – Verlassen – können““ auf die Kollegin oder den Kollegen ist die Basis für jedweden polizeilichen Einsatzerfolg. „“Seien Sie sich darüber im Klaren, dass ihre Art des Einschreitens maßgeblich darüber entscheidet, wie die Bürgerinnen und Bürger die Ausübung ihrer Freiheitsrechte erleben““, betonte der Innenminister in seiner Vereidigungsrede.

Mit Blick auf „“25 Jahre Frauen in der Landespolizei““ unterstrich der Minister den Mehrwert für die Organisation Polizei und die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes. Zum einen verhalfen neue Umgangsformen und Kollegialität, aber auch eine vielfältigere Arbeitswelt der Polizei zu einer offeneren Binnenkultur. Zum anderen können sich die schleswig-holsteinischen Bürgerinnen und Bürger auf eine noch professionellere, aber in Teilen auch sensiblere Polizei verlassen.

Die Landespolizei bleibt nach Aussage des Ministers ein verlässlicher und kompetenter Partner in der Kriminal- und Verkehrsunfallprävention. „“Eine Philosophie, die die Polizei auf eine Einsatz- und Reaktionspolizei verengt, entspricht nicht dem Auftrag und Bild einer modernen Bürgerpolizei““, so Klaus Schlie. Diese Aufgabe könne jedoch nicht allein von der Polizei geleistet werden. „“Die gesamte Gesellschaft ist gefordert““, sagte der Minister. Er rief Politik, Kommunen, Wirtschaft, Vereine und Verbände zu jeweils verstärkten eigenen Anstrengungen auf dem Gebiet der Prävention auf. „“Jeder kann und muss seinen Beitrag leisten““, sagte Schlie. Nur durch Zusammenarbeit und Aufgabenteilung könne Prävention erfolgreich sein.

Die Verkehrspräventionsarbeit an Grundschulen mit den Themen „“Sicherer Schulweg““ und „ „Radfahrausbildung für Kinder““ findet weiterhin statt, da wir gegenüber unseren Kindern eine besondere Sorgfaltspflicht haben. In jüngerer Vergangenheit verunglückten jährlich zwischen 1.300 und 1.400 Kinder im Straßenverkehr. „“Angesichts dieser im bundesweiten Vergleich hohen Unfallzahlen ist die nachhaltige Prävention in diesem Bereich das Gebot der Stunde““, so Innenminister Klaus Schlie.

„“60 Jahre Bereitschaftspolizei in Schleswig-Holstein hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt, die flexibel und professionell auf jede Art von neuen polizeilichen Herausforderungen reagiert““, stellte der Innenminister in seiner Jubiläumsrede heraus. Ein guter Beleg dafür ist eine im Verlauf der letzten 60 Jahre völlig veränderte Einsatzphilosophie. Während früher die Bereitschaftspolizei überwiegend als geschlossene Einheit zur „Lagebereinigung“ bei gewaltsamer Räumung von öffentlichen Straßen und Plätzen eingesetzt worden ist, besteht die Bereitschaftspolizei heute aus spezialisierten Einsatzkräften, bei denen der Dialog mit dem polizeilichen Gegenüber einen hohen Stellenwert einnimmt und die qualifizierte Beweissicherung und Festnahme von Gewalttätern im Vordergrund steht.

„“Insbesondere das persönliche Engagement jeder einzelnen Mitarbeiterin und jedes einzelnen Mitarbeiters hat die Bereitschaftspolizei zu dem gemacht, was sie heute ist: Ein unverzichtbarer Bestandteil im Gefüge der Polizeibehörden und Polizeieinrichtungen in unserem Land und im Zusammenspiel mit den anderen Bundesländern““, so Innenminister Klaus Schlie abschließend zu den Einsatzkräften und Gästen.

 

 

 

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