Polizeigewerkschaft organisiert auch private

15. September 2011 | Themenbereich: Bundespolizei | Drucken

Wie der Betriebsrat der Flug – und Industriesicherheit Service und Beratungs -GmbH (FIS) in einem öffentlichen Aushang vom 07. September 2011 am Kölner Flughafen bekanntgibt, organisiert die Deutsche Polizeigewerkschaft ab sofort auch die Kolleginnen und Kollegen privater Sicherheitsunternehmen. Ausgang für diese Organisationsmaßnahme sind offensichtlich Gespräche zwischen der Unternehmensführung von privaten Sicherheitsunternehmen und der Gewerkschaft. Der Mitgliedsbeitrag ist laut Aushang des Betriebsrates “sehr bescheiden” und soll 12,06 Euro im Monat betragen.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft möchte in einem derzeit laufenden Prozess auch die bisherigen Mitglieder der Bundespolizeigewerkschaft (bgv) in ihren Organisationsbereich übernehmen.

“Wenn Arbeitgeber die Gewerkschaft für ihre Beschäftigten aussuchen, dann sollten die Kolleginnen und Kollegen besonders vorsichtig sein. Nach allen unseren Erfahrungen machen das die Arbeitgeber nicht aus reiner “Nächstenliebe”, sondern vielmehr darum, um auf die Rahmenbedingungen der arbeitenden Menschen zusätzlich Einfluß nehmen zu können. Wir befürchten, dass durch solche Organisationsvorhaben die hoheitlichen Sicherheitsaufgaben des Staates noch weiter privatwirtschaftlich vermarktet werden und sich damit die Arbeitsrahmenbedingungen für immer mehr Kolleginnen und Kollegen weiter verschlechtern”, so Josef Scheuring, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, Bezirk Bundespolizei, in Berlin.