Wirtschaftskriminelle nutzen das Internet

7. September 2011 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

„Nur das Phänomen der Wirtschaftskriminalität für sich allein macht schon weit mehr als die Hälfte des Gesamtschadens aller in der Polizeilichen Kriminalstatistik erfassten Straftaten aus“, beschreibt der stellv. BDK-Bundesvorsitzende Bernd Carstensen die Demension von Wirtschaftskriminalität in Deutschland.

Die Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG zur Wirtschaftskriminalität 2010 dokumentiert zudem, dass Wirtschaftskriminalität von deutschen Unternehmen zwischenzeitlich als echte Bedrohung für die Wirtschaft empfunden wird.

Die enorme Steigerungsrate der Wirtschaftskriminalstraftaten unter Nutzung des Internets von 190 % zeigt, dass sich Wirtschaftskriminelle, wie in anderen Kriminalitätsfeldern auch, des Internets zur Begehung ihrer Straftaten bemächtigen.

„Wenn in mehr als jedem vierten Fall von Wirtschaftskriminalität das Internet zur Begehung der Straftat genutzt wird, muss der Staat reagieren und seine Strafverfolgungsbehörden mit rechtlichen, technischen, personellen und finanziellen Möglichkeiten ausstatten, die die Aufklärung und Abwehr von Straftaten im Internet auch möglichmachen“, fordert der stellv. BDK-Bundesvorsitzende Bernd C Carstensen von der Politik Investitionen in die Strafverfolgung im Internet.

„Selbstverständlich gehört hierzu die längst fällige gesetzliche Regelung zur Vorratsdatenspeicherung, um die Kommunikationsdaten stattgefundener krimineller Taten im Netz beweiskräftig für das Gerichtsverfahren zu dokumentieren“, beschreibt der stellv. BDK-Bundesvorsitzende Bernd Carstensen die zentrale BDK-Forderung zurBekämpfung von Straftaten im Netz.

Des Weiteren gilt es, genügend Ermittler umfangreich mit dem erforderlichen speziellen Fachwissen zur Bekämpfung der Wirtschafts- und Internetkriminalität auszustatten.

„Hier müssen die Innenminister Geld in die Hand nehmen und zusätzliche, finanziell lukrative Stellen schaffen, damit sich die Ermittler überhaupt in diesen speziellen Ausbildungsgang begeben, dann dort auch bleiben und nicht in die freie Wirtschaft abwandern“, ist die Aufforderung des stell. BDK-Bundesvorsitzenden Bernd Carstensen.

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