Wirtschaftskriminalität besorgniserregend

7. September 2011 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Mit Sorge betrachtet die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) die zunehmende Kriminalität im Wirtschaftsbereich. Der Präsident des Bundeskriminalamts (BKA) Jörg Ziercke, der heute in Berlin die aktuellen Zahlen für 2010 vorstellt, beziffert die Schäden, die durch Wirtschaftskriminalität entstanden sind auf 4,7 Milliarden Euro.

DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt: „Die Summen, die vor allem durch Betrug entstehen, sind enorm. Der Staat darf dies nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sind die Fälle in der allgemeinen polizeilichen Kriminalstatistik in den letzten Jahren rückläufig, zeigt sich im Wirtschaftsbereich eine gegenläufige, besorgniserregende Entwicklung. Die Ermittlungsbehörden brauchen deshalb mehr Spezialisten, die das Dickicht der wirtschaftlichen Verflechtungen durchschauen und Straftaten schnellstmöglich aufklären.“

Vor allem im Bereich der Wirtschaftsverbrechen, die im Internet begangen werden, müssen Bund und Länder mehr Experten bei der Polizei einsetzen, die Straftaten verfolgen. Wendt: „Der Anstieg im letzten Jahr um 190 Prozent auf 31.000 Straftaten ist nahezu explosionsartig und wird sicher so weitergehen, wenn Deutschland nicht endlich eine personell und technisch adäquate Antwort auf die Herausforderungen im Netz findet. Das Cyber Abwehr Zentrum in Bonn mit zehn Mitarbeitern kann nur ein Anfang sein. Dem müssen jetzt weitere Schritte – auch in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschaft – folgen.“

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