Polizeirevier Magdeburg zum schlechtesten Dienstgebäude gekürt

2. September 2011 | Themenbereich: Polizei, Sachsen-Anhalt | Drucken

Das marodeste Dienstgebäude der Polizei in der Bundesrepublik steht in Magdeburg (Sachsen-Anhalt). Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) Sachsen-Anhalt „kürt“ das Gebäude in der Hallischen Straße mit der öffentlichen Enthüllung einer „Mahntafel“ am 6. September 2011 zum Schlechtesten in ganz Deutschland.

DPolG Landesvorsitzender Wolfgang Ladebeck: „ Undichte Fassaden, defekte Fenster, Taubenzeckenbefall im Dachgeschoss, durchnässte Wände sowie zahlreiche bauliche Mängel beschreiben nur unzureichend den erbärmlichen Zustand des Hauses. Das ist ein Schandfleck für Sachsen-Anhalt. Für die Kolleginnen und Kollegen, die im Polizeirevier ihren Dienst versehen, sind das unhaltbare Arbeitsbedingungen. Bürgerfreundliche Polizeiarbeit ist so nicht mehr möglich.“

DPolG Bundesvorsitzender Rainer Wendt kritisiert die falsche Prioritätensetzung der Landesregierung bereits in der Vergangenheit. So wurde 1997 für fast neun Millionen Euro ein Neubau des Zentralen Polizeigewahrsams bewilligt. „Luxus für die, die Staat und Bürgern auf der Nase herumtanzen und Bruchbuden für die, die jeden Tag ihre Gesundheit für Bürger und Staat riskieren – das kann es doch wohl nicht sein.“

Die DPolG fordert Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) auf, schnell Abhilfe zu schaffen. Ein Baukonzept aus einem Guss werde benötigt, das sehr rasch umgesetzt werden muss. Mit Bauerhaltungsmaßnahmen und Teilsanierungen muss endlich Schluss sein. Eine Grundsanierung ist überfällig. Die DPolG verlangt von der Landesregierung, noch in diesem Jahr für die Sanierung des Dienstgebäudes finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen. Ladebeck: „Das spart Kosten und vermeidet unnötigen Frust bei den Bediensteten“.

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