Mehr Polizisten bekämpfen künftig die Kriminalität auf Hessens Straßen

2. September 2011 | Themenbereich: Hessen, Polizei, Rheinland-Pfalz | Drucken

Innenminister Boris Rhein stellte heute in Frankfurt der Öffentlichkeit die neue hessische Sicherheitsoffensive vor. Im Rahmen einer auf die künftigen Herausforderungen ausgerichteten Sicherheitsstrategie legt der Innenminister deshalb besondere Schwerpunkte auf folgende Bereiche:

* Bekämpfung der Cyberkriminalität und Erhöhung der Cybersicherheit
* Bekämpfung des Terrorismus/Extremismus
* Bekämpfung der Organisierten Kriminalität
* Länderübergreifende Kooperationen
* Sicherheitsoffensive

Innenminister Boris Rhein: „Ein deutlicher Rückgang der Gesamtkriminalität bei gleichzeitiger Steigerung der Aufklärungsquote zeigt, dass Hessen ein sicheres Bundesland ist. Ich möchte alles daran setzen, dass wir auch in Zukunft keine „No-Go-Areas“ in unseren Städten bekommen. Auch deshalb habe ich am 1. September mit dem Programm „Regionale Sicherheit“ die erste Stufe der landesweiten Sicherheitsoffensive eingeleitet.“

Mit dem Start des Programms „Regionale Sicherheit“ verstärkt der Innenminister zunächst die Basisdienststellen aller 7 Polizeipräsidien. Das Konzept sieht den Einsatz von bis zu 100 Polizeibeamtinnen und –beamten der Hessischen Bereitschaftspolizei vor. Davon profitieren Polizeistationen und –reviere genauso wie Tatortkommissariate oder die Kriminaldauerdienste. Die 100 Beamtinnen und Beamten sind im Zwei-Monats-Rhythmus in jeweils vier hessischen Polizeipräsidien eingesetzt. Dort bekämpfen sie nachhaltig an den Brennpunkten besondere Kriminalitätsphänomene wie Diebstahlserien, Vandalimusschäden oder Drogenkriminalität. Voraussetzung für die Unterstützung ist jedoch immer, dass jeder Zeit genügend Personal in der Bereitschaftspolizei zur Verfügung steht. Bei Engpässen können die Beamten aus dem Programm „Regionale Sicherheit“ abgezogen werden.

Ab Februar 2012 beginnt mit dem Projekt „300 in 3 Jahren“ die zweite Stufe der Sicherheitsoffensive. Minister Rhein betonte, dass mit diesem Projekt die Basisdienststellen in 3 Jahren 300 neue Stellen bekommen werden. Zum einen rekrutiere die hessische Polizei diese Verstärkung aus der Einstellungsoffensive des Landes. Die Ausbildungsjahrgänge 2010 und 2011 werden 2013 und 2014 abgeschlossen. Einige der jungen Kommissarinnen und Kommissare können dann in den Basisdienststellen dauerhaft Dienst versehen. Zum anderen prüfe das Landespolizeipräsidium derzeit inwieweit personalintensive Stäbe verschlankt, Ermittlungsgruppen gebündelt und administrative Aufgaben reduziert werden können. Mit den daraus gewonnenen Ressourcen werden ebenfalls die Basisdienststellen verstärkt. Zusätzlich kündigte Innenminister Rhein an, Basisdienststellen von Aufgaben zu entlasten.
Ein Beispiel: Ab September übernimmt die Unterbringung von Abschiebehäftlingen die Justizvollzugsanstalt Frankfurt. Damit werden 9 Polizistinnen und Polizisten aus dieser Aufgabe herausgelöst und können künftig wieder Streifendienst versehen.

„Mit dem Projekt „300 in 3 Jahren“ erhöhen wir dauerhaft die Polizeipräsenz im öffentlichen Raum, mit dem Ziel die Sicherheit in Hessen und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken. Die Sicherheitsoffensive insgesamt ist ein entscheidender Schritt um dies zu gewährleisten. Der positive Effekt dabei ist zudem, dass wir damit gleichzeitig die bürgernahe Polizeiarbeit weiter ausbauen“, so der Innenminister abschließend.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.