Resolution des 22. Landeskongresses der DPolG Berlin

1. September 2011 | Themenbereich: Berlin, Deutsche Polizeigewerkschaft | Drucken

Die DPolG Berlin sieht in der aktuellen Kriminalitätsentwicklung den eindeutigen Beweis dafür, dass mindestens 2000 Polizeibeamte in der Hauptstadt fehlen. Polizeiarbeit ohne Reserve ist gefährlich und die Politik muss den Wählern vor der Wahl die Wahrheit sagen.

Die DPolG Berlin fordert die Berliner Bürgerinnen und Bürger auf, sich in ihrem Wahlverhalten ganz konkret auch an den Positionen der Parteien zur Öffentlichen Sicherheit zu orientieren.

Dazu gehören ebenso die Positionen zu Aufgaben, Ausstattung und bürgernaher Organisation der Ordnungsämter.

Der Senat von Berlin behandelt Polizei und Ordnungsämter wie Verbrauchsmaterial und fährt sowohl die Beschäftigten, als auch die Ausstattung auf Verschleiß.

Wir, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Öffentlichen Sicherheit, sind am Ende unserer Geduld und fordern humane Arbeitsplätze sowie endlich die Anerkennung unserer täglichen Arbeit ein.

Wenn die Politik die Sicherheit der Stadt weiter so behandelt, dann sind wir entschlossen, der Ausgangspunkt einer dauerhaften Bürgerbewegung für die Öffentliche Sicherheit in Berlin zu werden.

Wir wollen für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt unsere Arbeit machen und dabei von den politisch Verantwortlichen unterstützt werden. Dabei gehen Recht und Gesetz vor politischer Einflussnahme und Gestaltungsideologie.

Wir erwarten wirksame Maßnahmen gegen die täglichen Angriffe auf unsere Gesundheit und vollen Rechtsschutz bei Verletzungen und Schäden. Wir werden nicht weiter hinnehmen uns unser Schmerzensgeld für Verletzungen, die wir im Dienst erleiden, weiter privat einklagen zu müssen.

Die DPolG Berlin erwartet darüber hinaus die unverzügliche Einführung eines flächendeckenden Digitalfunknetzes, damit wir unsere Arbeit erfolgreich durchführen können.

Wir fordern die zukünftige Regierung schon jetzt auf, im Dialog mit uns intelligente Sicherheitskonzepte und eine klare Sicherheitsphilosophie für den öffentlichen Raum in Berlin zu entwickeln.

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