Bodo Pfalzgraf für weitere fünf Jahre Gewerkschaftschef

1. September 2011 | Themenbereich: Berlin, Deutsche Polizeigewerkschaft | Drucken

Unter dem Motto „Tatort Berlin- Wie sicher ist die Hauptstadt“ veranstaltet die DPolG gerade ihren Landeskongress in Steglitz. Der 48 Jahre alte Polizeihauptkommissar Bodo Pfalzgraf wurde heute mit überwältigender Mehrheit erneut für fünf Jahre zum Vorsitzenden gewählt. Er ist bereits seit sieben Jahren im Amt und damit der dienstälteste Vorsitzende der Polizeigewerkschaften in Berlin. Zu seinen Stellvertretern wurden Helmut Sarwas, Sabine Schumann, Astrid Just und Jürgen Klein gewählt.
Bodo Pfalzgraf: „Damit ist unser Vorstand noch weiblicher und mit noch mehr juristischem Sachverstand ausgestattet!“, da mit dem 58-jährigen Regierungsdirektor Jürgen Klein ein Volljurist in den Vorstand rückte.
In einer packenden Rede griff Pfalzgraf den Senat frontal an: „Der Senat behandelt uns wie Verbrauchsmaterial und fährt sowohl die Beschäftigten, als auch die Ausstattung auf Verschleiß! Wir sind am Ende unserer Geduld und fordern einen humanen Arbeitsplatz, damit wir die Stadt schützen können.“

In einer Resolution forderten die Delegierten die Berliner Wähler auf, sich in ihrem Wahlverhalten ganz konkret an den Positionen der Parteien zur Öffentlichen Sicherheit zu orientieren.

3 Kommentare
Hinterlasse einen Kommentar »

  1. Mit Verlaub: Von jemandem wie Bodo Pfalzgraf möchte ich lieber nicht geschützt werden. Mir sind seine Äußerungen von 2008 zu den homophoben E-Mails noch gut im Sinn. Damals hatten Berliner Polizisten, weil ihnen der Senator nicht erlaubt hatte, Deutschlandfähnchen am Auto zu haben während der WM, dies mit internen E-Mail und einer gehörigen Portion an Schwulenfeindlichkeit kommentiert. Pfalzgraf hat im Tagesspiegel-Artikel vom 23.7.2008 Polizeipräsident Glietsch als Ursache für Schwulenfeindlichkeit unter den Polizisten genannt, aber mit keinem Wort die Homophobie verurteilt – nein, so jemand sollte nicht als Polizist arbeiten und dass er nun der Gewerkschaft weiter vorsteht, ist ein beunruhigendes Zeichen.

  2. Zum Kommentar RH, 2. September 2011

    Bodo Pfalzgraf ist ein hervorragender Polizeibeamter und DPolG Landesvorsitzender.
    Charakterlich ohne fehl und Tadel. Er setzt sich mit vehement nicht nur für die Interessen der Polizeibeamten, sondern auch für die Bürger unserer Stadt ein. Für ihn würde ich durchs Feuer gehen.

  3. Habe mit Entsetzen gestern die Kommentare von Bodo Pfalzgraf bei Sandra Maischberger in der ARD gehört. Da kann ich nur sagen, nachdem mir erst mal förmlich die Worte fehlten!: Bürger, schützt euch selber. Wenn ihr auf solche unqualifizierten Ratschläge hört, dann ist euch wirklich nicht mehr zu helfen! Ob sich Frau Maischberger damit einen Gefallen getan hat, Bodo Pfalzgraf eine bundesweite Plattform zu geben, möchte ich mal dahingestellt sein lassen. „Wenn ich mal so einen Blödsinn von mir gebe, bitte, bitte, stellt mich unter Vormundschaft!“

    Allerdings, in dieser Altersgruppe scheinbar nicht ungewöhnlich, das die keinerlei Ahnung von digitaler Technik & Internet haben. Da sind etliche Politiker nicht besser.(Und, dementsprechend nicht passende Qualifikationen für wichtige Posten und, und………..)

    Oh, armes Deutschland, wo soll das noch enden?!?

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.