Körperscanner

31. August 2011 | Themenbereich: BMI | Drucken

Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich hat aufgrund der Testergebnisse entschieden, dass derzeit keine Körperscanner an Flughäfen eingesetzt werden. „Die Bundespolizei wird die Entwicklung auf diesem Gebiet weiter eng begleiten, so dass wir hoffentlich bald Geräte zur Verfügung haben, die sowohl unseren hohen Sicherheitsansprüchen genügen als auch dem Passagieraufkommen Rechnung tragen“, erklärte der Bundesinnenminister.

Die Auswertung der Daten aus dem zehnmonatigen Praxisbetrieb hat ergeben, dass Körperscanner grundsätzlich geeignet sind, die Effizienz und Effektivität von Luftsicherheitskontrollen zu verbessern. Sie sind eine gute Kontrollmethode, um zukünftig die Sicherheit des zivilen Luftverkehrs noch zu steigern und die Prozesse für den Passagier deutlich zügiger und komfortabler zu gestalten.

Jedoch zeigte sich auch, dass die Technologie noch nicht soweit ausgereift ist, dass die zur Verfügung stehenden Geräte für die Praxis geeignet sind. Unnötige Alarme sind in der Regel auf Eigenschaften der Kleidung (wie z.B. Faltenwurf) zurückzuführen. Auch wenn sich die Nachkontrollen in vielen Fällen auf die angezeigten Bereiche beschränken lassen, handelt es sich hierbei um insgesamt zu viele Fälle, die die Kontrollen verlängern.

Daher ist die jetzige Generation der Körperscanner – trotz der hohen Detektionsleistung – noch nicht für den allgemeinen Praxisbetrieb geeignet.

Körperscanner sind derzeit nur im Testverfahren an europäischen Flughäfen zugelassen. Die EU-Verordnung, die die Zulassung von Körperscannern als reguläres Kontrollmittel für die Luftsicherheitskontrollen von Passagieren regelt, wird derzeit von der EU-Kommission erarbeitet.

1 Kommentar
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  1. Der Körperscanner wurde unterm Strich sehr schlecht angenommen:
    Während in den ersten 4 Wochen angeblich 100.000 Passagiere abgefertigt wurden, was grade einmal 9,8% der Fluggäste gewesen wären, wenn man von einem Passagiermonatsmittel von 1.020.000 Besucher ausgeht (Quelle: Flughafen Hamburg), wurden in den ganzen 10 Monaten grade einmal 800.000 Passagiere abgefertig — das wären korrekt ausgewiesen grade einmal 7,8% der Passagiere gewesen, die sich in die Unterwäsche hätten blicken lassen.
    Die Akzeptanz war also eher sinkend als steigend.

    Doch an den Zahlen kann etwas nicht stimmen. 7,8%?
    10 Monate x 30 Tage = 300 Tage. 800.000 Probanden durch 300 Tage wären ~2667 Personen am Tag, die dieses Wunderwerk der Technik freiwillig genutzt hätten.
    Es stehen 2 Scanner am Flughafen; das wären also ~1333 Personen pro Gerät und Arbeitstag. 1333 Personen durch 24 Stunden wären ~55 Personen pro Stunde. Man hätte also pro Minute mindestens 1,08 Menschen abfertigen müssen, um an die Zahl von 800.000 Personen heran zu kommen.

    Das Schließen der Sicherheitstüren dauert pro Schließen und Öffnen 5 Sekunden.
    Die Schleusen sind nicht 24 Stunden besetzt, denn in Hamburg gibt es ein Nachtflugverbot.
    Auch sind in den Ferienmonaten mehr Personen am Flughafen als z.B. zu anderen Zeiten.

    Was fällt da auf….?

    Sollte jemand eine Unstimmigkeit in meiner Rechnung oder meiner Ableitung finden, freue ich mich sehr über des Rätsels Lösung…. denn ich persönlich finde den Fehler leider nicht.

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