ver.di NRW droht mit bundesweiten Streiks im Bereich Flughafensicherheit

22. August 2011 | Themenbereich: Security | Drucken

Am Montag sollen in Berlin die Tarifverhandlungen zum Abschluss eines bundesweiten Manteltarifvertrages für die 15.000 Sicherheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter an Verkehrsflughäfen fortgesetzt werden. „Doch bevor sich die Tarifvertragsparteien treffen, überschatten Streikdrohungen aus NRW den Fortgang der Verhandlungen und belasten das bisher offene und konstruktive Verhandlungsklima,“ so Dr. Harald Olschok, Hauptgeschäftsführer des BDWS.

Der Presse haben wir heute entnehmen müssen, dass die Fronten zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern bei den bundesweiten Verhandlungen zum Abschluss eines Manteltarifvertrages für die 15.000 Sicherheitsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter angeblich verhärtet und ein Streik unausweichlich sei, so Olschok. „Von verhärteten Fronten kann überhaupt nicht die Rede sein“, so der BDWS-Hauptgeschäftsführer. „Wir befinden uns mitten in den Tarifverhandlungen. Im Laufe der bisherigen Verhandlungstermine haben wir uns deutlich angenähert und gehen auch von einer Einigung am Montag in Berlin aus.“

Es entstehe der Eindruck, dass ein frustrierter Gewerkschaftssekretär, der bei den Verhandlungen gar nicht zugegen war, mit Streikdrohungen die Verhandlungen torpedieren will. Die Bundesverwaltung von ver.di ist nun gefordert, dem Kollegen in NRW, der für die Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn zuständig ist, die „Rote Karte“ zu zeigen, so Olschok. Vor wenigen Wochen haben wir für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den nordrhein-westfälischen Verkehrsflughäfen deutliche Lohnerhöhungen vereinbart. Die Löhne und Gehälter sind am 1. Juli 2011 schon um 3 Prozent gestiegen und werden bereits nach 8 Monaten am 1. März 2012 um weitere 3 Prozent steigen. 6 Prozent Lohnerhöhungen in nur 8 Monaten könne keine andere Berufsgruppe in- und außerhalb des Sicherheitsgewerbes vorweisen, so Olschok.

Mit den Verhandlungen zum Abschluss eines bundesweiten Manteltarifvertrages gehen wir außerdem einen „historischen“ Weg. Erstmalig sitzen alle Unternehmen, die Sicherheitsaufgaben nach dem Luftsicherheitsgesetz auf den deutschen Verkehrsflughäfen wahrnehmen, an einem Tisch. Gemeinsam mit diesen Unternehmen, die nicht Mitglied im Arbeitgeberverband BDWS sind, wird ein gemeinsamer Tarifvertrag verhandelt. Das zeige überdeutlich, wie wichtig uns marktgerechte Löhne und gute Arbeitsbedingungen für die 15.000 Sicherheitsbeschäftigten an Verkehrsflughäfen seien, die eine überaus wichtige Funktion für die Sicherheit des Luftverkehrs hätten, so Olschok abschließend.

1 Kommentar
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  1. ja dann warten wir mal ab an den flughäfen, weil es sind zwischen 12 und 14 std. die gearbeitet werden. pausen ? sind geschichte die gibt es schon lang nicht, es wird mal eben zwischen durch gegessen. es ist hard die drei prozent sind lächerlich für das was geleistet wird die kollegen sind einfach game over. mann müßte mal einfach so ne kontrolle machen ohne das einer bescheid weiß, die bezirksregierung muß einfach vorbeikommen. die kollegen sind geschafft, von spät auf früh 12 tage am stück sogar mehr tage arbeiten dann 1 tag frei und weiter gehts. das ist standard am flughafen. die fluggäste regen sich zwar auf mag sein das verluste gemacht werden vom flughafen aus. aber mann sollte ja auch an die sicherheit denken die gegeben werden muß die konzentration muss da sein aber so ist es schwer sich zu konzentrieren ist normal mann muss sich ausruhen. kommt die bezirksregierung ohne was zu sagen werden sie selber sehen was dort abgeht. keiner weiß wie es hinter den kulissen ist. als ich geflogen bin habe ich sogar gesehen wie einer im terminal eingeschlafen war er sagte er arbeitet 12 std. er sei mühde hätte keine pause.

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