Ein Händedruck vom Helden von Bern

22. August 2011 | Themenbereich: Hessen, Strafvollzug | Drucken

Horst Eckel ist einer der „Helden von Bern“. Ihm dankte der hessische Justizminister
Jörg-Uwe Hahn ganz besonders, dass er am Samstag in die Justizvollzugsanstalt Darmstadt gekommen war, um der Mannschaft des „SV Kiefer“ die Trikots zu überreichen. Minister Hahn zu Horst Eckel: „Sie sind ein Idol, ein Vorbild. Sie machen den jungen Männern Mut. Sie sind für sie ein riesiges Erlebnis. Einen Händedruck von Horst Eckel wird keiner von Ihnen vergessen.“

Justizminister Jörg-Uwe Hahn dankte auch dem Präsidenten des hessischen Fußballverbandes und DFB-Vize Rolf Hocke. Er hatte sich ganz besonders engagiert, dass die Jungs vom SV Kiefer in der D-Klasse spielen können. Hocke erzählt: „Wir haben einige Hürden überwinden müssen. Wir konnten Vorbehalte gegen die Teilnahme einer „Gefangenenmannschaft“ ausräumen. Diese sei, so Präsident Hocke, aufgrund der besonderen Umstände auf Heimspiele innerhalb der Justizvollzugsanstalt beschränkt.

Hocke weiter: „Wir sehen in der Teilnahme des SV Kiefer eine große Möglichkeit der Resozialisierung von Strafgefangenen. Wir haben auch die Möglichkeit geschaffen, dass die Spieler des SV Kiefer nach ihrer Haftentlassung ohne Wartefristen zu einem Verein wechseln können. Zudem gehen wir davon aus, dass Vorbehalte zwischen Insassen und Nichtinsassen abgebaut werden und die Häftlinge weiter an die Gesellschaft heranrücken.“
Mittlerweise, so berichtet Hocke, habe in der JVA Darmstadt eine Schiedsrichterausbildung stattgefunden, mit der Insassen die Schiedsrichterlizenz des hessischen Fußballbundes erwerben konnten.

Justizminister Jörg-Uwe Hahn hob hervor: „Fußball ist hinter Gittern eine besondere und sehr wichtige Form der Therapie. Wer mittrainiert und mitspielt, gliedert sich in die Mannschaft ein. Er ist Teil der Gemeinschaft, die sich ein Ziel gesetzt hat. Die Jungs zeigen Siegeswillen. Sie üben, mit Niederlagen umzugehen. Sie kämpfen und halten sich an Regeln, sie zeigen Toleranz, Sportsgeist, Teamgeist. All diese Eigenschaften werden draußen in der Freiheit gebraucht. Der Sport hilft, im Leben zurechtzukommen. Deshalb ist das Fußball-Projekt SV Kiefer in der JVA Darmstadt auch ein Stück mehr Sicherheit für die Bevölkerung.“

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