DPolG für die Unterstützung der Bundespolizei in Berlin

22. August 2011 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich angebotene Unterstützung der Bundespolizei zur Bekämpfung der nächtlich wiederkehrenden Autoverbrennungen in Berlin wird von der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) Fachverband Bundespolizei mitgetragen. „Es ist keine Frage, die Kolleginnen und Kollegen der Berliner Polizei brauchen jetzt zur Bekämpfung der nächtlichen Gewalt unsere Unterstützung“, sagte der Vorsitzende der DPolG, Fachverband Bundespolizei, Hans-Joachim Zastrow (56), in einer Pressemitteilung.

„Wir wissen, was es bedeutet, rund um die Uhr im Dienst zu sein, um der Gewalt Herr zu werden. Auch, wenn die Belastung bei der Bundespolizei ebenfalls an die Grenzen des Erträglichen stößt, gilt es bei diesen besonderen Ausschreitungen die Kolleginnen und Kollegen in Berlin zu unterstützen. Die Eindämmung der nächtlichen Gewalt hat Vorrang vor persönlichen Härten“, so der für die Bundespolizei in der DPolG zuständige Fachverbandvorsitzende.

Hans-Joachim Zastrow, selber Bundespolizist, fordert aber auch genau so deutlich die Landesregierungen auf, sich bei besonderen Lagen nicht immer mehr auf die Bundespolizei zu verlassen. Der Abbau der eigenen Polizei in den Ländern, hier insbesondere bei den Bereitschaftspolizeien, könne nicht andauernd durch Polizisten der Bundespolizei ersetzt werden.

„Wir befinden uns mit unseren Kräften selbst am absoluten Limit“, so der Gewerkschaftschef. Wenn die Unterstützung der Landespolizeien durch die Bundespolizei ein neues Konzept der kooperativen Zusammenarbeit zwischen dem Bund und den Ländern werden soll, muss Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich zu aller erst für deutlich mehr Personal in der Bundespolizei sorgen. Hier, so Zastrow weiter, bewegt sich die Politik aber zur Zeit kein Stück weiter.

Er prophezeite, dass ohne Polizei auf den Straßen die Situation noch schlimmer wird und die Chaoten weitere Autos aufbrennen lassen. In Berlin geht es jetzt – bei allen nötigen politischen Forderungen – zunächst einmal darum, genügend Polizei auf die Straßen zu bringen, damit auch die Bürger wieder in Ruhe schlafen können und keine Angst haben müssen, dass ihr Auto in Flammen aufgeht, so der Vorsitzende des Fachverbandes des DPolG abschließend.

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