Absage an Ramsauers Pläne mit Giga-Linern

22. August 2011 | Themenbereich: Bund | Drucken

Der rheinland-pfälzische Infrastrukturminister Roger Lewentz lehnt einen vom Bund geplanten Probebetrieb der umstrittenen überlangen LKW, so genannte „Giga-Liner“, entschieden ab.

„Wenn Bundesverkehrsminister Ramsauer einen Probebetrieb nun per Ausnahmeverordnung durchsetzen und damit den zunehmenden Widerstand in den Bundesländern aushebeln will, ist dies aus unserer Sicht nicht zulässig“, kritisierte Lewentz.

Der Bundesrat dürfe bei dieser Entscheidung nicht umgangen werden. In der Verkehrsministerkonferenz habe es zudem bereits 2007 eine klare Ablehnung für weitere Versuche mit Giga-Linern gegeben. Überlange Lkw seien nicht nur wegen ihrer Belastung für Brücken und Straßen abzulehnen, sondern auch wegen den Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit, weil durch die Länge der Fahrzeuge Überholvorgänge länger und damit grundsätzlich gefährlicher werden, so Lewentz.

Lewentz verwies auch auf eine vom Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegebene Studie, die bei einer Zulassung solcher Lkw von einer massiven Verlagerung von Schienen-Gütertransporten auf die Straße ausgeht. „Das würde das verkehrs- und umweltpolitische Ziel, den Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern, torpedieren. Dies kann von uns politisch so nicht gewollt sein“, sagte der Minister.

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