Innenpolitische Sprecherin der GAL zu Gast in der Landesgeschäftsstelle

18. August 2011 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Hamburg, Interessenvertretungen | Drucken

Am 16. August nahm die innenpolitische Sprecherin der GAL, Antje Möller, auf Einladung des BDK-Vorstandes an der turnusmäßigen Sitzung des geschäftsführenden Landesvorstandes in den Räumen der Landesgeschäftsstelle teil.

Mit diesem Treffen wurde der schon seit Jahren gepflegte Dialog zwischen BDK und GAL fortgeführt. Frau Möller zeigte sich auch dieses Mal als aufmerksame und interessierte Gesprächspartnerin. Gerade in Fragen spezieller Fachlichkeit legte sie großen Wert auf detaillierte Informationen. So entstand in sehr angenehmer und offener Atmosphäre eine mehr als zweistündige ideologiefreie Diskussion über die aktuelle Situation und die Probleme der Hamburger Kriminalpolizei.

Breiten Raum des Gespräches nahmen die Personalprobleme bei der Kriminalpolizei ein. Frau Möller wurde u.a. deutlich gemacht, dass – aufgrund der vorhandenen, von Politikern hausgemachten, defizitären Rahmenbedingungen – die Hamburger Polizei zunehmend Schwierigkeiten bei der Nachwuchsgewinnung für den polizeilichen Vollzug hat.

Hierzu gehören auch die immer deutlicher spürbaren Probleme, auf dem freien Arbeitsmarkt qualifizierte Wissenschaftlicher für die Kriminaltechnik und andere Bereiche der Kriminalpolizei, wie erfahrene Ingenieure für die Bereiche Informations- und Kommunikationstechnik oder Vermessungstechnik, zu erhalten. Diese finden bei den Gehältern, die ihnen bei der Polizei geboten werden, immer seltener den Weg in den öffentlichen Dienst bzw. können dort nicht lange gehalten werden. Hier besteht dringender Bedarf an Nachbesserungsbedarf sowie an der Erstellung eines ein erforderlichen Konzeptes! Dieses ist derzeit aber weder bei der Polizei noch der gesamten Innenbehörde zu erkennen.

Des Weiteren wurden mit Frau Möller ausführlich die Notwendigkeit – und die darin enthaltenen Möglichkeiten – einer dringend erforderlichen Organisationsreform bei der Kriminalpolizei diskutiert. Auch bei diesem Thema zeigte sich Frau Möller sehr interessiert und nahm dankbar die Erläuterungen zum Ist-Stand auf.

Nicht überraschend waren die unterschiedlichen Standpunkte zu fachlichen Themen wie der Vorratsdatenspeicherung oder der Funkzellenauswertung. Frau Möller erhielt in der Diskussion interessante Informationen zu diesen Thematiken, die ihr bisher so nicht bekannt oder bewusst waren und bei ihr auch zum teilweisen Abbau von einigen Vorbehalten beitragen konnten.

Durch die BDK-Vertreter konnten in einer konstruktiven und sehr angenehmen Gesprächsatmosphäre eine Vielzahl von Themen angesprochen und mit Antje Möller diskutiert werden. Sie zeigte viel Verständnis für die ihr aufgezeigten Probleme der Hamburger Kriminalpolizei und machte deutlich, dass aus ihrer Sicht die Politik aufgefordert sei, sich die für die politischen Diskussionen notwendigen fachlichen Informationen nicht nur einseitig bei der Polizeiführung zu beschaffen, sondern eben gerade in Gesprächen wie diesen.

Zur weiteren Vertiefung der einzelnen Themen und Fortführung des Dialoges wurde vereinbart, bereits zeitnah weitere Gespräche zu führen.

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