Eine nicht ganz alltägliche Tauchübung

17. August 2011 | Themenbereich: Baden-Württemberg | Drucken

Eine nicht ganz alltägliche Tauchübung stand am Dienstag bei der Wasserschutzpolizei Kehl auf dem Programm. Insgesamt 25 Teilnehmer aus ganz Baden-Württemberg trafen sich am Dienstagmorgen am Korker Baggersee. Bei den Polizeitauchern aus Kehl, Friedrichshafen, Konstanz, Stuttgart und Heilbronn ging es bei diesen Übung hauptsächlich um das Tief- und Orientierungstauchen.

Vom Ufer aus tauchten Zweierteams zu einem, etwa in Seemitte durch eine Boje gekennzeichneten Punkt, in 30 Meter Tiefe. Eine rote Leine markierte den Weg dorthin und die Taucher orientieren sich ausschließlich an ihrem Kompass. „Je tiefer es nach unten geht, umso schwieriger wird es sich an dieser Leine zu orientieren“, sagte der Übungsleiter Timo Stern von der Kehler Wasserschutzpolizei.

Von dort aus stiegen die Polizeitaucher dann senkrecht nach oben. Auf der Hälfte, in 15 Meter Tiefe, wurde dann eine dreiminütige Pause eingelegt. Dabei orientierten sie sich ausschließlich an ihren Geräten, denn der Freiwasseraufstieg im 35 Meter tiefen Baggersee ist schwierig. Umgeben von Wasser können die Taucher nichts sehen und auch nichts wahrnehmen. Es ist vollkommen dunkel. Sie verlassen sich also komplett auf ihren Tiefenmesser. Etwa sechs Meter unter der Wasseroberfläche wurde der Tieftauchgang beendet und es ging an der Leine entlang zurück bis zum Ufer. Zwischen 30 und 45 Minuten dauert ein solcher Trainingsdurchgang.

Die 35 Kilogramm schwere Tauchausrüstung besteht unter anderem aus einem Trockentauchanzug, einem Kompass, Sauerstoffflaschen und einer Signalboje. Die frisch ausgebildeten Taucher müssen lediglich 20 Meter Tiefe bewältigen.

Eine Ausbildung zum Polizeitauchers dauert insgesamt acht Wochen. Alle dort erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse werden sowohl bei Tauchübungen, als auch bei Fortbildungen praktiziert und somit immer mehr intensiviert. Kommt es zu einem Einsatz ist immer ein Trupp von mindestens drei Polizisten mit Tauchausbildung erforderlich, einer davon muss zwingend als Rettungsassistent ausgebildet sein. Die Einsatzschwerpunkte der Polizeitaucher liegen vor allem in der Suche nach Beweismitteln, vermißten Personen sowie nach Kampfmitteln. Die insgesamt elf Taucher, davon fünf deutsche und sechs französische Polizisten, steigen seit der Zusammenlegung der deutsch-französischen Wasserschutzpolizei mit gemischten Tauchteams ins Wasser.

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