Landesweiter Verkehrskontrolltag „Kinder- und Schülersicherheit“

16. August 2011 | Themenbereich: Rheinland-Pfalz, Verkehr | Drucken

Gut eine Woche nach Beginn des neuen Schuljahres führte die rheinland-pfälzische Polizei landesweit Verkehrskontrollen im Bereich von Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten durch. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die Sicherung von Kindern in Fahrzeugen gelegt. Daneben war die Überprüfung von Schulbussen Bestandteil dieses Landesverkehrskontrolltages. Insgesamt waren 599 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte im Einsatz.
„Die Polizei will mit solchen gezielten Kontrollen, bei denen sie auch eine themenbezogene Aufklärung anbietet, die Gefahren einer mangelhaften Kindersicherung aufzeigen und das Problembewusstsein – insbesondere bei den Eltern – schärfen. Gerade die Kinder sind darauf angewiesen, dass die für sie Verantwortlichen durch eine umsichtige Fahrweise und durch eine sorgfältige Sicherung im Fahrzeug für bestmögliche Sicherheit sorgen“, appellierte Lewentz.

Der Innenminister lobte das Engagement aller Einsatzkräfte und wies auf die Notwendigkeit solcher Kontrollen hin: Im ersten Halbjahr dieses Jahres verunglückten 802 (2010: 689) Kinder bei Unfällen im Straßenverkehr. Dabei wurden vier Kinder (Vorjahr drei Kinder) getötet, 147 (2010: 106) schwer und 651 (2010: 580) leicht verletzt. Allein in 366 (45 Prozent) Fällen (290; 42 Prozent) waren die Kinder nicht
aktiv am Straßenverkehr beteiligt, sondern kamen als Mitfahrer in Fahrzeugen zu Schaden, überwiegend aufgrund unzureichender Sicherung.

Insgesamt wurden 4.729 Fahrzeuge überprüft, darunter 609 Schulbusse. Dabei wurden 899 Pkw sowie 138 Schulbusse von den eingesetzten Beamtinnen und Beamten beanstandet. Bei den kontrollierten Pkw wurde in 185 Fällen die nicht vorschriftsmäßige Sicherung von Kindern bemängelt. Erschreckend: In 87 Pkw wurde sogar gänzlich auf jegliche Kindersicherung verzichtet. Bei den Schulbussen wurden 69 Verstöße gegen Ausrüstungsvorschriften, 56 Verstöße wegen technischer Mängel sowie 32 Verstöße gegen die Sozialvorschriften festgestellt.

Negativ: Acht der kontrollierten Schulbusse musste die Weiterfahrt wegen technischer Mängel untersagt werden. Neben den ermittelten Verkehrsverstößen wurden 21 Strafanzeigen erstattet. 178 Fahrzeugführer erwartet eine Ordnungswidrigkeitenanzeige und 852 Verwarnungen wurden ausgesprochen.
„Kinder zählen zu den schwächsten Verkehrsteilnehmern. Wir werden weiterhin unser ganz besonderes Augenmerk auf ihre Sicherheit im Straßenverkehr richten“, sagte Lewentz.

Informationen und Tipps zur Kindersicherung im Straßenverkehr können auf der Internetseite der Polizei Rheinland-Pfalz www.polizei.rlp.de unter der dem Link „Sicher im Verkehr“ abgerufen werden.

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