Jugendschutzprogramm im Internet

16. August 2011 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Sachsen | Drucken

„Ich begrüße es sehr, dass die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) einen wichtigen Schritt zur Anerkennung eines Jugendschutzprogramms getan hat“, sagte der für Medien zuständige Staatsminister Dr. Johannes Beermann heute in Dresden. Ein solches Programm passe besser zum Internet als Zeitgrenzen, innerhalb derer jugendgefährdende Inhalte im Internet sichtbar sein dürfen.

Wirtschaftsunternehmen, Jugendschützer und freiwillige Selbstkontrolleinrichtungen bemühen sich seit acht Jahren um die Entwicklung eines solchen Jugendschutzprogramms. Dieses soll den Eltern einerseits die Möglichkeit bieten, ihren heimischen PC dem jeweiligen Alter ihrer Kinder angepasst zu sichern. Andererseits können Anbieter, die ihre Inhalte freiwillig mit Alterskennzeichen labeln, ihre jugendbeeinträchtigenden Angebote auch außerhalb jetzt geltender Zeitgrenzen oder geschlossener Benutzergruppen anbieten. Eine endgültige Anerkennung des Programms durch die KJM wird voraussichtlich in einem halben Jahr erfolgen.

„Der Jugendschutz ist auch in unserer medialen Gesellschaft ein hohes Gut, das wir auch angesichts des scheinbar grenzenlosen Internets nicht preisgeben dürfen“, erklärte Beermann. „Gerade für Kinder und jüngere Jugendliche ist ein technischer Schutz im Internet möglich. Ich möchte die Unternehmen ermutigen, sich für das Thema Jugendmedienschutz weiter zu engagieren“. So könnten sie sich beispielsweise an der Entwicklung technischer Schutzmöglichkeiten beteiligen und die Wirkung von Internetangeboten auf Kinder und Jugendliche reflektieren. „Kinder sind die Zukunft, ihnen gegenüber tragen wir Verantwortung. Unternehmen stellen sich dieser Pflicht, indem sie Schutzmechanismen entwickeln, Eltern indem sie sie installieren“, so Beermann.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.