GdP fordert schnelleren Führerscheinentzug für Gewalttäter

15. August 2011 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

„Wiederholt auffällige Gewalttäter haben hinter dem Lenkrad eines Kraftfahrzeuges nichts zu suchen“, sagte der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut, heute in Berlin. Witthaut: „Wer öfter Mitmenschen brutal attackiert hat und dabei womöglich unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen Drogen stand, muss sprichwörtlich aus dem Verkehr gezogen werden.“

Der GdP-Vorsitzende lobte das Münsteraner Pilotprojekt, bei dem bis Anfang 2011 74 aggressive Wiederholungstäter nach einer medizinisch-psychologischen Untersuchung vom zuständigen Ordnungsamt die Fahrerlaubnis entzogen bekommen haben. Witthaut: „Wer die Spielregeln des sozialen Miteinander immer wieder massiv missachtet, zeigt die fehlende charakterliche Eignung, ein Kraftfahrzeug zu führen.“

Der GdP-Vorsitzende bekräftigte seine Forderung nach einer Ausweitung von Fahrverboten auf Delikte, die nicht in direktem Bezug zum Straßenverkehr stehen. Wirksame Abschreckung erwartet Witthaut im besonderen bei jungen Gewalttätern.

Witthaut: „Das Auto stellt vor allem für junge Menschen ein wichtiges Statussymbol mit großem Spaßfaktor dar. Dürfen junge Täter ihr Auto nicht mehr benutzen, so hätte dies sicherlich die von den Richtern gewünschte nachhaltige Wirkung.“ Zudem erleichtert die Erweiterung des Strafenkatalogs, die Lebensumstände der Täter bei der Strafverhängung noch stärker berücksichtigen zu können.“

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