IGMG begrüßt Aufruf der EKD gegen Extremismus und Intoleranz

12. August 2011 | Themenbereich: Innere Sicherheit | Drucken

„Wir begrüßen, dass die Evangelische Kirche Deutschland (EKD) Probleme wie Intoleranz und Extremismus als gesamtgesellschaftliche Phänomene betrachtet“, sagte der Vorsitzende der Islamischen Gemeinschaft Milli Görü? (IGMG), Kemal Ergün, zu den jüngsten Äußerungen des EKD-Vorsitzenden Nikolaus Schneider. Ergün weiter: „Angesichts des zunehmenden Extremismus, der sich in Norwegen von seiner schlimmsten Seite gezeigt hat und auch vor den Türen der Moscheen in Deutschland, wo es zu zahlreichen Brandanschlägen gekommen ist, nicht haltmacht, ist der Ruf des EKD-Ratsvorsitzenden nach Vertrauen, Toleranz und ein friedliches Miteinander begrüßenswert.

Unsere Gesellschaft, insbesondere die Religionsgemeinschaften, müssen sich gegen jegliche Form von Rassismus, Antisemitismus und Islamfeindschaft stellen, egal ob sie nun religiös oder politisch begründet wird. Mit derselben Entschiedenheit gilt es, sich für die Religionsfreiheit auszusprechen, ungleich wo und für wen.

In diesem Sinne ist die aktuelle Erklärung von Herrn Nikolaus Schneider ein wichtiger Schritt. In einem nächsten Schritt wünschen wir uns, dass die EKD ihre bis heute geltende Handreichung ‚Klarheit und gute Nachbarschaft‘ aus November 2006, neu bewertet. Darin wird den Muslimen unter anderem geraten, ‚ihre Gewaltbereitschaft und ihre Schuld selbstkritisch zu prüfen und glaubhaft zu überwinden.‘ Solche Formulierungen belasten unnötig die Einschätzungen von Nikolaus Schneider.

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