Facebook-Partys: Erste Veränderung am Veranstaltungs-Tool

12. August 2011 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Saarland | Drucken

Bereits im Vorfeld des Gesprächs im saarländischen Innenministerium hat Facebook heute Stephan Toscani Änderungen zugesagt. Demnach soll ab sofort versuchsweise ein zusätzlicher Warnhinweis angezeigt werden, wenn Minderjährige eine Veranstaltung anlegen.
Bereits im Vorfeld des Gesprächs im saarländischen Innenministerium hat Facebook heute Stephan Toscani Änderungen zugesagt. Demnach soll ab sofort versuchsweise ein zusätzlicher Warnhinweis angezeigt werden, wenn Minderjährige eine Veranstaltung anlegen.

Nach dem Appell von Innenminister Stephan Toscani ändert Facebook ab heute seine Einstellungen im Veranstaltungstool.

Am 23. Juli hat im saarländischen Numborn die bislang größte Facebook-Party in Deutschland stattgefunden. Innenminister Stephan Toscani hatte daraufhin an die Verantwortung der Betreiber sozialer Netzwerke appelliert. Seine Forderung: Die Voreinstellung „Öffentliche Veranstaltung“ dürfe nicht automatisch eingerichtet sein um die Nutzer so davor schützen, versehentlich Masseneinladungen zu versenden.

Nach einer zunächst ablehnenden Haltung hat Facebook vergangene Woche Gesprächsbereitschaft signalisiert.

Bereits im Vorfeld des Gesprächs im saarländischen Innenministerium hat Facebook heute Stephan Toscani Änderungen zugesagt. Demnach soll ab sofort versuchsweise ein zusätzlicher Warnhinweis angezeigt werden, sobald Minderjährige eine Veranstaltung anlegen wollen. Dort wird darauf aufmerksam gemacht, dass die Veranstaltung öffentlich und für alle sichtbar gemacht wird. Die Auswirkungen des zusätzlichen Hinweises sollen laut Facebook nach einiger Zeit ausgewertet werden.

Der saarländische Innenminister sagte dazu: „Das ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Das Internet ist das demokratischste aller Medien – Facebook spielt hier eine wesentliche Rolle. Ein Instrument, das richtig genutzt werden will und größtmöglichen Schutz vor Fehlern mit weitreichenden Folgen bieten muss.“

Allerdings, so Stephan Toscani, gehe die Änderung noch nicht weit genug. Er bekräftigte seine Forderung, einen adäquaten Schutz für alle Nutzer zu bieten und die Voreinstellung „Öffentliche Veranstaltung“ zu entfernen.