Krawallspekulationen heizen Gewalttäter erst an

11. August 2011 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Als „blanken Populismus und Panikmache“ bezeichnete der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut Spekulationen über mögliche Krawalle in Deutschland nach englischem Vorbild. „Wer die erschreckenden Ereignisse in England grob und reflexartig auf deutsche Verhältnisse ummünzt, heizt mutmaßliche Gewalttäter nur an. Gewaltbereite radikale Gruppierungen warten doch nur darauf, dass ihnen die richtigen Stichworte geliefert werden, um die permanente gewaltträchtige Auseinandersetzung mit der Polizei weiterführen zu können.“

Witthaut bekräftigte seine Einschätzung, dass derart ausufernde Krawalle, Brandschatzungen und Gewaltausbrüche wie momentan in London und anderen englischen Städten in Deutschland nicht zu erwarten seien.

Witthaut: „„Es gibt in unserem Land sozialen Sprengstoff, der sich bei ritualisierten Gewaltausbrüchen wie dem 1. Mai, dem Hamburger Schanzenfest oder am Rande von Fußballspielen immer wieder entzündet. Oftmals steht dabei aber allein der sogenannte Kick an der Zerstörung und der Spaß an Brutalität im Vordergrund. Politische Botschaften sind doch eher die Ausnahme.“

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