Polizisten dürfen nicht zum Freiwild werden

9. August 2011 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Mit Bestürzung hat die GdP-NRW auf den hinterhältigen Angriff auf eine Polizistin und einen Polizisten reagiert, die in der letzten Nacht auf einem Parkplatz in Gelsenkirchen schwer verletzt wurden. Frank Richter, GdP-Landes-vorsitzender: „Unsere Gedanken gelten jetzt zunächst unserer Kollegin und unserem Kollegen. Wir hoffen, dass sie möglichst bald von ihren Verletzungen genesen und dieser feige und heimtückische Angriff keine bleibenden Spuren bei ihnen hinterlässt. Die GdP wird sie, wenn es gewünscht ist, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen
Es könne nicht hingenommen werden, so Richter weiter, dass Polizisten bewusst und gezielt in Hinterhalte gelockt werden, mit dem Ziel sie schwer zu verletzten oder gar zu töten. „Wir reden hier nicht mehr von Einzelfällen. Der Freund und Helfer wird bewusst zum Opfer gezielter Gewalt.“ Allein innerhalb des letzten Jahres ist es zu mehreren schweren Angriffen gekommen, so der GdP-Landeschef. Der Staat müsse die Kolleginnen und Kollegen besser schützen, dazu fordere die GdP seit längerem schärfere Gesetze zur Erhöhung der Abschreckungswirkung.

„Wer Polizisten angreift, greift den Staat an. Mitleid hilft uns jetzt nicht mehr weiter, Reaktionen sind erforderlich. Ich bin es leid, gebetsmühlenartig einen besseren Schutz zu fordern und immer häufiger angegriffenen und verletzten Polizisten erklären zu müssen, warum der Staat nur halbherzig handelt.“

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