Mit Londoner Krawallen keine Panikmache betreiben

9. August 2011 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Derart ausufernde Krawalle, Brandschatzungen und Gewaltausbrüche wie momentan in London und anderen englischen Städten seien, so die Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP), in Deutschland nicht zu erwarten. Bernhard Witthaut, GdP-Bundesvorsitzender: „Auch in unserem Land gibt es sozialen Sprengstoff, der sich bereits bei ritualisierten Gewaltausbrüchen wie dem 1. Mai, im Hamburger Schanzenviertel oder bei manchen Fußballbegegnungen immer wieder entzündet hat. Ich warne aber davor, mit den erschreckenden Vorfällen in England nun Panikmache zu betreiben.“

Die sozialen Rahmenbedingungen innerhalb unserer Gesellschaft, so Witthaut, müssten so gut wie möglich ausbalanciert sein. Es dürfe sich niemand zu Recht als Verlierer stilisieren können. Witthaut: „Die Politik muss so nah an den Bedürfnissen und den Ängsten der Bevölkerung sein, dass sich anbahnende Probleme schnell erkannt werden und ein sofortiges Ausjustieren von Schieflagen möglich ist.“

Vor dem Hintergrund der Londoner Vorfälle sieht GdP-Vorsitzender Witthaut die deutsche Polizei gut aufgestellt. Bei zahlreichen Polizeieinsätzen beim 1. Mai, bei Politgipfeln oder am Rande von Fußballspielen sei es durch hohe Professionalität und hohen Kräfteeinsatz immer wieder gelungen, entweder Gewaltvorfälle komplett zu vermeiden oder wirksam zu unterbinden.

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