Diskussion um „Ehrenmord“

5. August 2011 | Themenbereich: FdP, Parteien | Drucken

Zur aktuellen Diskussion um Ehrenmorde erklärt der integrationspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Serkan TÖREN: Das Thema „Ehrenmord“ erfordert eine verantwortungsvolle, differenzierte und sensible Debatte. Das enorm gestiegene Medieninteresse nach der BKA-Studie zum Thema „Ehrenmord“ lässt den Eindruck entstehen, als wären solche Taten im Islam geradezu normal. Dieser gefährlichen Fehleinschätzung muss mit aller Deutlichkeit entgegengewirkt werden. Weder Beziehungstaten noch der „Ehrenmord“ sind symptomatisch für den Islam oder muslimische Zuwandererfamilien in Deutschland.

Der aktuelle zielgerichtete Mord in Berlin erschüttert uns erneut. Hierbei handelt es sich allerdings nach bisherigen Erkenntnissen um eine Beziehungstat und nicht um einen weiteren Fall von „Ehrenmord“.

1 Kommentar
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  1. Ich stimme mit dem Artikel überein, wenn er behauptet, dass „Ehrenmorde“ im Islam nicht normal sind, doch es gibt und sie sind umso schockierender, da sie innerhalb der Familie geschehen. Und zu dem Tod eines jungen Menschen hinzu, kommt noch, dass die Täter, oftmals die Brüder oder Väter der Opfer, keine Reue kennen. In ihren Augen haben sie eine „Schandfleck“ innerhalb ihrer Famile beseitigt. Doch ein Mord ist nie mit Ehre verbunden, es ist ein Verbrechen! Es schockiert uns, wenn wir lesen, dass es so etwas in Deutschland gibt. Da versuchen unsere Politiker uns zu erzählen, dass wir uns mit der Integrationspolitik beschäftigen müssen- doch was macht man mit denen, die sich nicht integrieren lassen wollen, die die in Deutschland des 21 Jahrhunderts existieren, aber noch im dunkelsten Mittelalter leben. Und das darf man nicht falsch verstehen, es gibt Paradebeispiele für Integration, Familien, welche den Wunsch haben, ihre Kinder nach westlichen Normen zu erziehen und ihre Kinder glücklich sehen wollen und nicht nach irgendwelchen veralteten Regelwerken erziehen wollen, die sie aus dem Koran ableiten, welche aber nie im Koran niedergeschrieben wurden. Sowohl der Koran, als auch die Bibel oder die Thora oder andere Schriften lassen immer Raum zur Interpretation, doch wiegt das Gebot „du sollst nicht töten“ in jeder Religion dieser Erde mehr als epochenbezogene Vehaltensnormen. Doch- und nun muss man sich die Frage stellen, was wäre wenn- würde der Koran wirklich einen Ehrenmord fordern, wäre es dann richtig- und die einzige Antwort, die es darauf gibt ist: nein!!!!!. Keine Religion und kein Gott würde soetwas fordern, denn damit würde der Sinn der Religion zerstört. Ein anderen Menschen zu töten ist etwas das Allah, Gott und Jahwe und jedweder anderer Gott/ Götter nicht tolerieren würde.
    Wo soll es unsere Gesellschaften hinführen, wenn wir eine Religion oder eine heilige Schrift so dramatisch in unser Leben eingreiffen lassen??- was passiert, wenn durch Glaubensrichtungen und veraltete Vorschriften ein Leben beendet wird??- und das durch einen Verwandten. Wenn im Namen der Religion Morde begangen werden können, haben die Täter ihre Religion verraten und sie geschändet. Dann wird ihr Gott, sei es Allah oder Jahwe oder ein anderer sie dafür strafen, doch das ist kein Trost, bedenkt man die Menschen, die ihr Leben grundlos lassen mussten. Mord ist wider die Natur und ein Bruder der seine Schwester tötet ist ein Verbrechen gegen die Natur und gegen jedwene Götter, die je nach dem persönlichen Glauben, diese erschaffen haben.

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