Bezahlung für Einsätze der Polizei im Fußball prüfen

5. August 2011 | Themenbereich: FdP, Parteien | Drucken

Zur aktuellen Diskussion um die Finanzierung von Polizeieinsätzen bei Fußballspielen erklärt der FDP-Obmann im Haushaltsausschuss Jürgen KOPPELIN: Bei der Beratung des Bundeshaushalts 2012 keine Denksperre auferlegen und eine Prüfung vornehmen, ob zukünftig der Einsatz von Polizeikräften, insbesondere der Einsatz der Bundespolizei bei Bundesligaspielen, anteilsmäßig auch von den Fußballclubs mitfinanziert werden muss. Nach Angaben von Vertretern der Polizeigewerkschaften gibt es pro Saison ca. 1 Millionen Einsatzstunden von Polizeikräften bei Bundesligaspielen.

Es ist nicht einzusehen, dass für kommerzielle Veranstaltungen wie Bundesligaspielen der Einsatz von Polizeikräften allein aus Steuergeldern bezahlt wird.

Die Clubs müssen stärker in die Verantwortungen genommen werden, wenn es am Rande der Spiele, wie leider auch in den vergangenen Wochen, zu Ausschreitungen und Krawallen mit teilweise erheblichen Verletzungen bei den Polizisten kommt. Dies gilt auch für die finanzielle Belastung der öffentlichen Haushalte durch diese Ausschreitungen und Krawalle. Letztlich ist der Einsatz der Polizeikräfte bei Fußballspielen von kommerziell orientierten Clubs eine indirekte Subventionierung dieser Clubs und darf deshalb kein Tabu für den Haushaltsausschuss sein.

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat sich bei seinen Beratungen in der Vergangenheit sehr stark finanziell für eine Förderung des Sports in Deutschland eingesetzt. Außerdem wurden darüber hinaus Fußball-Trainer für Entwicklungsländer bezahlt.

Eine aktuelle Studie von ERNST & YOUNG zeigt, dass die Fußball-Bundesliga-Clubs in Deutschland in der vergangenen Saison gute Gewinne gemacht haben. Unter anderem haben auch sehr gute Werbeeinnahmen zu den Gewinnen der Clubs geführt. Abstriche bei hohen Gehältern und Ablösesummen gab es nicht.

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