DPolG fordert weniger Belastung durch Fußballeinsätze

31. Juli 2011 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft | Drucken

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) ist über die hohe Belastung der Bayerischen Polizei durch Fußballeinsätze besorgt. Der stellvertretende Landesvorsitzende Rainer Nachtigall fordert angesichts von über 200.000 Einsatzstunden bei 275 Fußballspielen in der Saison 2010/2011 dringend Abhilfe. Die Polizei kann hier nur „am Ball bleiben“, wenn das vorhandene Personal durch kontinuierlich hohe Einstellungen Verstärkung bekommt. Außerdem fordert Nachtigall eine bessere Abstimmung der Spielpläne mit gleichzeitig stattfindenden anderen Großveranstaltungen. Auch die finanzielle Beteiligung der Fußballverbände an den Polizeikosten darf nach seiner Auffassung nicht länger ein Tabuthema sein.

Nachtigall hält ein konsequentes polizeiliches Einschreiten zur Verhinderung und Verfolgung der im Zusammenhang mit Fußballspielen begangener Gewalt- und Straftaten weiterhin für geboten. „Die Belastung der Polizei durch Einsätze im bayerischen Amateur- und Profifußball ist von verschiedenen Faktoren abhängig, wie z. B. der Anzahl der in Bayern ausgetragenen Länder-, UEFA-, Bundesliga- und Amateurfußballspiele, der Ligazugehörigkeit von Vereinen mit „Problemfans“ sowie der Austragung von Spielen mit hohem Konfliktpotential“, so Nachtigall. Außerdem muss die Polizei gleichzeitig noch bei anderen Großveranstaltungen für Sicherheit sorgen, worauf der DFB in den Spielplänen bisher keine Rücksicht genommen hat.

Die DPolG kritisiert, dass viele Polizeibeamtinnen und –beamte wegen der angespannten Personalsituation fast jedes Wochenende an den Fußballstadien im Freistaat Dienst verrichten müssen. Gleichbleibend hohe Einstellungen würden die Einsatzbelastung auf mehrere Schultern verteilen.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.