Schlag gegen rechtsextremistische Gruppierung

28. Juli 2011 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Innere Sicherheit | Drucken

Seit den frühen Morgenstunden wurden in den den Landkreisen Ludwigsburg, Böblingen, Sigmaringen, Heilbronn, im Rems-Murr-Kreis und in Karlsruhe 21 Wohnungen und Gartengrundstücke mutmaßlicher Rechtsextremisten wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung sowie Verstößen gegen das Waffen- und das Kriegswaffenkontrollgesetz durchsucht. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart wirft den 18 Beschuldigten im Alter von 17 bis 49 Jahren vor, eine kriminelle Vereinigung namens „Standarte Württemberg“ gegründet zu haben. Ziel dieser Gruppierung sei es, Ausländer mit allen Mitteln aus Deutschland zu vertreiben. Hierzu sollen auch Schusswaffen und andere Waffen beschafft werden, um sie gegen Personen ausländischer Herkunft einzusetzen.

Das LKA und die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermitteln deshalb seit März 2011 gegen die Verdächtigen, die alle wegen rechtsextremer Umtriebe bereits bekannt waren.

Nach derzeitigem Ermittlungstand bestanden allerdings keine konkreten Anschlagsplanungen. Die heutigen Durchsuchungen stehen auch nicht im Zusammenhang mit den jüngsten Ereignissen in Norwegen.

An den Ermittlungen und am Einsatz waren neben zwei Vertreterinnen der Staatsanwaltschaft Stuttgart rund 140 Einsatzkräfte des LKA, der Polizeidirektionen Ludwigsburg, Sigmaringen, Waiblingen, Böblingen, Heilbronn, des Polizeipräsidiums Karlsruhe sowie Spezialkräfte beteiligt.

Es wurden eine Pistole „Mauser“ und über einhundert Schuss Munition, zahlreiche Schreckschuss- und Softairwaffen, mutmaßlich manipulierte Luftgewehre, mehrere beidseitig geschliffene Messer, nicht zugelassene pyrotechnische Gegenstände, Kleidungsstücke und Ringe mit den Schriftzügen „Standarte Württemberg“ und eine geringe Menge Marihuana sichergestellt. Außerdem wurden mehrere, noch auszuwertende Notebooks, PCs und Festplatten sowie rechtsextremistisches Propagandamaterial sichergestellt.

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