Märchenstunde für die Bundespolizei – Ich bau mir ein Schloss …

27. Juli 2011 | Themenbereich: Bundespolizei | Drucken

Es war einmal eine Königin mit Ihrem Hofstaat und ein Fürst, die sich mit vielen Leuten aus der Gegend einig waren das in der Hauptstadt unbedingt das alte Schloss wieder aufgebaut werden muss. Da der Fürst und dessen Untertanen das Geld (590 Mio.) dafür aber nicht alleine aufbringen konnten, dachte die Königin das es eine gute Sache wäre, wenn der gesamte Hofstaat mithilft. Die Königin rief also ihren Kämmerer und Finanzleute aller im Königreich vertretener Parteien in einem Haushaltsausschuss zusammen und sie beratschlagten was zu tun sei. Schnell war man sich darüber einig das geholfen werden soll. 478 Millionen Euronen will das Königreich dem Fürsten dazu spendieren.

Das hörte auch der General der uniformierten Garde der Königin und war verwundert. Er wollte zwar kein Schloss bauen, aber das gesamte Königreich beschützen. Dabei hatte er sich schon gefragt warum er in diesem Jahr 32 Millionen Euronen aus seinem Haushalt an die Königin zurückgeben musste obwohl er mit seiner Garde von der Königin ständig mehr Aufträge erhalten hatte. Um seinen guten Willen zu demonstrieren hatte er bereits etliche Kutschen und Pferde der Garde stillgelegt und einige nicht mehr so ganz dringend benötigte Wachhäuschen abgemietet. Das hatte bereits für viel Unruhe unter seinen Truppen und der verunsicherten Bevölkerung gesorgt.

Nochmehr staunte der General aber, als er nur zwei Tage später durch einen der Reichsherolde mit Namen „Focus“ erfuhr, dass er bis 2015 weitere 66 Mio Euronen weniger bekommen wird obwohl noch mehr Aufträge im königlichen Köcher stecken.

Doch nicht nur der General, sondern auch seine Truppen hörten die Kunde des Heroldes. Sie fragten sich nun, ob sie die Königin und ihr Königreich weiter schützen können und sollen, oder ob hinter all dem ein genialer Plan der Königin stecken könnte und sie die Sicherheit im Reiche zukünftig als zu Fuß umherwandelnde Hofnarren gewährleisten sollen oder ob gar geplant ist, alle Gardisten in dem neuen Schloss zu zentralisieren.

So standen der General und seine Garde da und grübelten und grübelten. Und wenn sie nicht gestorben sind, so grübeln sie noch heute… Und die Moral von der Geschicht?

„Erst wenn der letzte Cent verlagert,
der letzte Streifenwagen steht,
der letzte Computer infiziert ist,
werden die Menschen feststellen,
dass Lustschlösser keine Sicherheit bieten“

Quelle: BDK

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