Bedrohungen in der virtuellen fordern Opfer in der realen Welt

26. Juli 2011 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Noch 72 Stunden bis zum Daten-Gau bei den deutschen Sicherheitsbehörden? Auch der Täter der verabscheuungswürdigen Amoktat in Norwegen hat sich über Jahre im Internet in immer düsterer Art und Weise dargestellt und vielleicht sogar psychisch aufgebaut.

Könnten derartige Entwicklungen erkannt werden, um Folgetaten zu verhindern? Niemand kann diese Frage beantworten, da etwaige lokale / nationale Präventionskonzepte einer globalen Herausforderung gegenüberstehen.

Fast täglich gibt es Meldungen über einen Datenklau – zuletzt soll die NATO Opfer geworden sein, demnächst könnten die so erlangten Daten ins Netz gestellt werden. Erfolgsgeschichten der Bundespolizei über Festnahmen gegen „anonymous“ und des Hackers des PATRAS Servers waren wichtig, aber verhindern sie das Katz – und Mausspiel im Netz? Im heutigen Spiegel wird der „PATRAS-Hacker“ mit den Worten zitiert: „mit der No-Name-Crew habe ich nichts zu tun“.

Wenn das so stimmt, dann tickt die Zeitbombe, die die No-Name-Crew mit Ihrer Ankündigung eines Angriffes auf Rechner von Sicherheitsbehörden in Deutschland aktiviert hat, unerbittlich weiter.

Nach dem 28.07.2011 wissen wir mehr.

Hoffentlich haben die verantwortlichen Innenpolitiker endlich die Zeichen der Zeit erkannt: Wir brauchen CyberCops, jetzt! Nur mit diesen haben wir eine Chance, wenn diese auf Augenhöhe Jagd auf Hacker machen. Andernfalls wird der Staat mit seinem Gewaltmonopol öffentlich vorgeführt, die Bürger werden ihre Schutzlosigkeit erkennen, mit nicht absehbaren Konsequenzen für die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung unseres Landes.

Klaus Jansen

Bundesvorsitzender BDK

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