Jahrestag der Duisburger Loveparade

24. Juli 2011 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft | Drucken

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat die Rede der NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft mit großer Anerkennung gewürdigt. Wie schon unmittelbar nach der Katastrophe, habe die Regierungschefin echte persönliche Anteilnahme und mitfühlende Aufmerksamkeit für die Angehörigen gezeigt, so DPolG-Bundesvorsitzender Rainer Wendt. Der Innenminister habe das vergangene Jahr genutzt, um viel Aufklärungsarbeit zu leisten und notwendige Konsequenzen für die Zukunft zu ziehen. Duisburg müsse jetzt die Kraft zu einem Neuanfang finden.

DPolG-Bundesvorsitzender Rainer Wendt, selbst gebürtiger Duisburger: „Unmittelbar nach der Loveparade war die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Kraft bereits mehrere Male nach Duisburg gereist, um Angehörigen und Hinterbliebenen Trost zu spenden, das war für die Menschen ein wichtiges Signal. Echte Anteilnahme und gemeinsame Trauer können helfen, das Erlebte zu ertragen und wieder Kraft und Hoffnung für die Zukunft zu schöpfen.

NRW-Innenminister Ralf Jäger hat sehr rasch für Konsequenzen gesorgt und die Rolle der Polizei in der Vorbereitung von Großveranstaltungen gestärkt. Ohne deren Zustimmung kann es derartige Events nicht mehr geben. Diese größer gewordene Verantwortung muss die Polizei annehmen und umsetzen. Wir sind dafür, dass bei Großveranstaltungen nur noch wenige große Kommunen, die ein notwendiges Maß an Professionalität haben, solche Genehmigungen erteilen können und in entsprechenden Richtlinien Verantwortlichkeiten und Zuständigkeiten verbindlich festgeschrieben werden.

Die Aufklärungsarbeit der Staatsanwaltschaft ist weiter zu unterstützen. Die Dauer des Verfahrens ist für manche Hinterbliebene schwer zu ertragen, für eine sachgerechte juristische Bewertung von Schuld und Verantwortung aber notwendig. Die Politik könnte dies konstruktiv begleiten, indem sie parteipolitische Auseinandersetzungen unterlässt.

Duisburg muss die Kraft zu einem Neuanfang finden. Dazu ist eine personelle Erneuerung an der Stadtspitze, bei Politik und Verwaltung, erforderlich, die eigentlich schon lange hätte stattfinden müssen. Aber die Stadt braucht auch das Engagement von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, denn Duisburg hat es nicht verdient, in der öffentlichen Wahrnehmung nur mit der Katastrophe vom 24. Juli 2010 in Verbindung gebracht zu werden.“

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