Prüfungsstress auch hinter Gittern beendet

22. Juli 2011 | Themenbereich: Sachsen, Strafvollzug | Drucken

Im Schuljahr 2010/2011 haben sich in den sächsischen Justizvollzugsanstalten 121 Gefangene den schulischen Abschlussprüfungen gestellt. Die Gefangenen mussten hierbei jeweils die gleichen Prüfungsaufgaben lösen wie die Schüler an den entsprechenden Schulen außerhalb des Justizvollzuges. 30 Gefangene erreichten den im Schuljahr 2010/2011 Hauptschulabschluss, 41 den qualifizierenden Hauptschulabschluss. 21 Gefangene schlossen die Schulausbildung mit dem Realschulabschluss ab und weiteren 22 Gefangenen konnte durch die erfolgreiche Absolvierung des Berufsvorbereitungsjahres der Hauptschulabschluss zuerkannt werden.

Justizminister Dr. Jürgen Martens: „Schulische Bildung ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg in ein straffreies Leben. Mit einem Schulabschluss ist es für die Gefangenen wesentlich leichter, nach Verbüßung der Strafe „draußen“ selbständig auf eigenen Füßen zu stehen. Daher freue ich mich sehr über die große Anzahl erfolgreicher Absolventen.“

Im sächsischen Justizvollzug wurden im letzten Schuljahr 8 Hauptschul-, 2 Realschul- und 3 Berufsvorbereitungskurse angeboten (I). Den Unterricht erteilen überwiegend Anstaltspädagogen. Ergänzt wurde das Bildungsangebot durch Alphabetisierungskurse, Förderkurse zur Vorbereitung oder Begleitung beruflicher Bildungsmaßnahmen, zur Auffrischung von Allgemeinwissen oder zur Vermittlung spezieller Kenntnisse (z. Bsp. zum Umgang mit dem Computer) und zur Vorbereitung auf einen Schulabschluss.

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(I) Die Schulkurse finden derzeit in den Justizvollzugsanstalten Bautzen, Chemnitz, Torgau und Dresden sowie in der Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen statt.

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