Elektronische Fußfessel ist „Spiel mit dem Feuer“!

22. Juli 2011 | Themenbereich: Bayern, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Vor dem Hintergrund von Trageversuchen mit elektronischen Fußfesseln durch Polizei- und Justizbedienstete hat Rainer Nachtigall, stellvertretender Vorsitzender des bayerischen Landesverbandes der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), die ablehnende Haltung seiner Gewerkschaft bekräftigt. Nach seiner Auffassung ist diese Form der elektronischen Aufenthaltsüberwachung rückfallgefährdeter Gewalt- und Sexualstraftäter kein gleichwertiger Ersatz für deren geschlossene Unterbringung. Im Interesse der Sicherheit der Menschen im Lebens- und Wohnumfeld dieser Straftäter darf es daher ein solches „Spiel mit dem Feuer“ nicht geben.

„Man kann zwar den Aufenthaltsort des Fußfesselträgers bestimmen, weiß aber nicht was er gerade macht,“ gibt Nachtigall zu bedenken. „Gerade bei dieser Gruppe von Straftätern ist das Risiko viel zu hoch, dass diese trotz Fußfessel in ihrer Nachbarschaft wieder Gewalt- und Sexualdelikte begehen. Eine Fußfessel wird sie daran weder hindern noch abschrecken.“

„Elektronische Fußfesseln würden sich allenfalls für Kleinkriminelle, aber keinesfalls für rückfallgefährdete Gewalt- und Sexualstraftäter eignen“, meint der DPolG-Vize abschließend.

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