Aufwertung des höheren Dienstes

22. Juli 2011 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

„Ohne ein gezieltes Personalentwicklungskonzept für den höheren Dienst wird es in den kommenden Jahren zu massiven Problemen bei der Polizei kommen“, darauf hat der nordrhein-westfälische GdP-Vorsitzende Frank Richter gestern auf einer Führungskräftetagung seiner Gewerkschaft in Dortmund hingewiesen. „Der Aufstieg in den höheren Dienst ist in NRW inzwischen so unattraktiv, dass wir nicht mehr genügend Nachwuchskräfte finden, die bereit sind, persönliche Nachteile in Kauf zu nehmen, um eine Führungsfunktion bei der Polizei zu übernehmen“, sagte Richter. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisiert, dass es im Innenministerium an Anerkennung und Wertschätzung gegenüber denjenigen fehlt, deren Arbeit wesentlich für den hohen Qualitätsstandard der Polizei ist. „Ändert sich daran nichts, wird unser Land seine führende Position im Bereich der Inneren Sicherheit verlieren.“

Neben verlässlichen Aufstiegsperspektiven für die Führungskräfte bei der Polizei fordert die GdP eine generelle Ausweitung der Stellen im höheren Dienst. „In den Polizeibehörden vor Ort sind gerade einmal ein Prozent aller Polizisten im höheren Dienst. Das ist viel zu wenig, um den tatsächlichen Bedarf an Führungsfunktionen besetzen zu können“, sagte Richter. Die GdP fordert, dass die Zahl der Stellen im höheren Dienst bei der Polizei auf drei Prozent steigt.

An der Führungskräftetagung der GdP in Dortmund nahmen 140 Polizeibeamtinnen und -beamte des höheren Dienstes aus ganz NRW teil.

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