Schiffe unter deutscher Flagge haben Anspruch auf Schutz vor Piraten

20. Juli 2011 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Schiffe unter deutscher Flagge haben nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) auch Anspruch auf Schutz vor Piratenangriffen. GdP-Vorsitzender Bernhard Witthaut: „Die Bundesregierung ist aufgefordert, endlich die Frage zu klären, ob die Abwehr von Entführungen und Geiselnahmen vor Somalia, im Indischen Ozean und Chinesischen Meer, vor den Küsten von Westafrika und Lateinamerika, zukünftig eine militärische oder polizeiliche Aufgabe ist. Nach derzeitiger Rechtslage ist die Polizei zuständig. Sie verfügt jedoch nicht über die notwendige Logistik und Bewaffnung. Der Bundeswehr, die über die notwendige Ausrüstung verfügt, fehlen die Rechtsgrundlagen. Ein Teufelskreis. Keinesfalls kann die Lösung jedoch lauten: bewaffnete private Sicherheitsunternehmen schützen deutsche Schiffe.“

Am Mittwoch kamen Vertreter der Bundesregierung, des Verbandes Deutscher Reeder, des Bundeswehrverbandes, der Gewerkschaft der Polizei und ver.di mit dem Parlamentarischen Staatssekretär und Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, Hans-Joachim Otto, in Berlin zusammen.

3 Kommentare
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  1. Wieso keine privaten Sicherheitsdienste auf deutschen Schiffen? Laut Medienberichten haben sie eine hervorragende Erfolgsbilanz. Ebenso frage ich mich wieso die Polizei nicht die entsprechende Ausrüstung haben sollte, um Piratenangriffe wirkungsvoll zu bekämpen? Es ist noch kein Fall bekannt, in dem die Piraten gegen Beschuss versucht hätten, ein Schiff zu entern. Es müssen ja deswegen nicht immer schwwere Kreigswaffen sein. Auch halb- oder vollautomatischeHandfeuerwaffen haben sich bisher immer als erfolgreich herrausgestellt.

  2. Gibt es denn noch Schiffe unter deutscher Flagge? Die sind doch alle aus Steuerspargründen ausgeflaggt worden. Die (deutschen) Reeder können also auf ihren Schiffen die nicht mehr unter deutscher Flagge fahren jetzt schon soviel Sicherheitspersonal mitfahren lassen wie sie wollen und müssen sich nur an die laschen Gesetze der Billigflaggenländer halten (was dann auch die richtigen Ansprechpartner der Reeder sind). Xe Services (früher Blackwater) hat da sicherlich was im Angebot.

    Ob allerdings in den Zielhäfen der Handelsschiffe bewaffnete Söldner immer so erwünscht sind ist die eigentlich spannende Frage. Ich könnte mir vorstellen das da die Chinesen, US-Amerikaner etc. ein Problem haben.

  3. hat dazu gebloggt: http://timbeil.blogspot.com/2011/07/rotes-licht-fur-die-aufrustung-privater.html

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