Neuer Landes­präventionsrat

15. Juli 2011 | Themenbereich: Nordrhein Westfalen, Prävention | Drucken

Der von Justizminister Thomas Kutschaty berufene neue Landespräventionsrat hat in dieser Woche seine Arbeit aufgenommen. Den Vorsitz in dem Gremium habe der frühere nordrhein-westfälische Justiz- und Fi­nanzminister Prof. Jochen Dieckmann übernommen, sagte Justizminis­ter Kutschaty heute (Freitag, 15. Juli 2011) in Düsseldorf. „Seine her­ausragende Persönlichkeit und sein breit gefächerter Erfahrungsschatz bürgen für eine richtungsweisende Tätigkeit des Gremiums im Rahmen der Kriminalprävention in Nordrhein-Westfalen“, betonte Kutschaty.

Neben Prof. Dieckmann und Vertretern verschiedener Ressorts der Landesregierung gehören dem Landespräventionsrat nach den Worten des Ministers unter anderem der Landesvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, die Vizepräsidentin des Landessportbunds, der Präsident der Handwerks­kammer Düsseldorf, der Landesbehindertenbeauftragte sowie die beiden Landesbeauftragten der Kirchen an. Insgesamt habe das Gremium 37 Mitglieder.
„Durch die Zusammensetzung des Landespräventionsrats werden staatliches Handeln und zivilgesellschaftliches Engagement verzahnt“, sagte Kutschaty. „So ist gewährleistet, dass Prävention nicht eindimen­sional, sondern aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet und angegangen wird.“

Inhaltlich habe sich der neue Landespräventionsrat in seiner ersten Sit­zung vor allem mit zwei Themen befasst: dem Phänomen „Gewalt im und durch Sport“ und der immer stärker an Bedeutung gewinnenden Internet- und Computerkriminalität. Beide Themen sollen in Arbeitsgrup­pen des Gremiums intensiv behandelt werden. Vorgesehen seien wei­tere Arbeitsgruppen, die sich mit Fragen von „Stadtentwicklung und Si­cherheit“ und mit der Einbindung von Zuwandererfamilien in die Gewalt­prävention befassen werden.

Hintergrund:
Aufgabe des Landespräventionsrates ist es, auf der Grundlage wissen­schaftlicher und praktischer Erkenntnisse Kriminalitätsphänomene zu erfassen, sie öffentlich sichtbar zu machen und Gegenstrategien zu entwickeln. Er bietet den Rahmen für Kooperation und Koordination der verschiedensten Präventionsträger. Dem Gremium kommt beratende Funktion für die Landesregierung zu. Präventionsprojekte sollen geför­dert und gesellschaftliche Gruppen zusammengeführt werden.

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