Vereine müssen sich von Fußballchaoten stärker distanzieren

14. Juli 2011 | Themenbereich: Aktuell | Drucken

Einen gewaltträchtigen Auftakt der Bundesligasaison 2011, die am morgigen Freitag beginnt, befürchtet die Gewerkschaft der Polizei (GdP). Jörg Radek, stellvertretender GdP-Bundesvorsitzender: „Die Konzentrierung von Begegnungen zwischen Problemvereinen macht uns große Sorgen. Wir hoffen, dass der Deutsche Fußballbund (DFB) konsequent bei seiner Linie bleibt, harte Strafen gegen Vereine auszusprechen, die ihren Anhang nicht im Griff haben oder haben wollen.“
Für die Polizei, so Radek weiter, wird die kommende Saison besonders belastend. Radek: „Aufgrund der Paarungen müssen wir einen hohen Kräfteeinsatz planen. Unsere Beamtinnen und Beamten werden an den Wochenenden kaum noch zu Hause sein, wenn sie problematische Fangruppen kreuz und quer durch durchs Land begleiten müssen, um Ausschreitungen zu unterbinden.“

Entschieden tritt die GdP Forderungen entgegen, die Vereine an den Kosten für Polizeieinsätze finanziell zu beteiligen. Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Bernhard Witthaut: „Die Vereine haben in ihrem unmittelbaren Bereich Aufgaben, die sie erfüllen müssen, wie zum Beispiel Randale und das Abbrennen von Feuerwerkskörpern auf den Rängen zu unterbinden. Der Schutz der friedlichen Fußballfans und die Sicherheit der Reisewege und Spielorte sind eine öffentliche Aufgabe. Sie erfordert eine ausreichende Personalerstattung der Polizei und dafür sind die Parlamente zuständig.“

Der GdP-Chef ruft alle Fußballbegeisterten zur Gewaltlosigkeit auf, um so Witthaut, „.diesen schönen und spannenden Sport nicht ins Abseits zu stellen.“

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